CoronaGesellschaft

Mögliche Zukunfts-Szenarien nach den ersten Lockerungen

Mittlerweile liegen genügend Zahlen und Informationen vor, um zumindest einmal die Wirksamkeit der ersten Eindämmungs-Maßnahmen in vielen Ländern beurteilen zu können. Einige Länder wie Luxemburg und Deutschland haben die Corona-Pandemie soweit eindämmen können, dass umfangreichere Lockerungen mit überschaubarem Risiko möglich geworden sind. Andere wie Schweden oder Großbritannien sind dagegen aufgrund anderer Herangehensweisen noch mitten in der Entwicklung der ersten Pandemie-Welle.

Über das SARS-CoV-2-Virus und die Auswirkungen und Ansteckungswege ist heute ebenfalls weit mehr bekannt, als das in der Anfangszeit der Pandemie der Fall war. In einigen Ländern gibt es bereits Studien über die Auswirkungen der einzelnen Eindämmungs-Maßnahmen und teilweise lassen sich sogar schon die Auswirkungen einzelner Lockerungen beobachten.

Zwar lässt sich derzeit noch nicht sehr viel über die Folgen der umfassenden Lockerungen in Ländern wie Luxemburg und Deutschland sagen (die Zahlen werden erst in drei bis vier Wochen fundierte Rückschlüsse zulassen), aber einige mögliche Szenarien lassen sich ableiten.

Ich möchte in diesem Artikel auf die aktuelle Situation in Luxemburg und Deutschland eingehen und stellt einige mögliche Szenarien für die Entwicklung vor.

Die aktuelle Situation

Im Ländervergleich lässt sich die Situation nur unzureichend erfassen. Denn keine der üblicherweise genutzten Kennziffern ist für sich alleine sonderlich aussagekräftig.

Die Reproduktionszahl

Die gerne genutzte Reproduktionszahl ist für einen Vergleich ungeeignet, weil sie auf den offiziell gemeldeten Infizierten beruht. Und diese Zahl ist stark abhängig von der Testsituation im jeweiligen Land, schwankt bei einer kleinen Anzahl von täglichen Neu-Infektionen erheblich und wird von Land zu Land unterschiedlich berechnet.

Ganz banal ausgedrückt ist es so, dass bei einer hohen Anzahl täglicher Neu-Infektionen aufgrund der zur Verfügung stehenden Testkapazität im Allgemeinen nur schwer symptomatische Patienten überhaupt getestet werden. Dadurch fallen Infizierte ohne oder mit geringen Symptomen durch dieses Testraster, erhöhen die Dunkelziffer der unerkannt Infizierten und verfälschen die Reproduktionszahl dadurch erheblich.

Dieses mathematische Phänomen führt dazu, dass sich die Reproduktionszahl in Ländern mit völlig unterschiedlichen Situationen relativ ähnlich entwickelt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Teststrategien aller Länder derzeit auf PCR-Tests basieren, die das SARS-CoV-2-Virus nur in einer sehr begrenzten Zeitspanne von 5 bis 10 Tagen nach einer Infektion zuverlässig bestimmen können. Um die tatsächliche Anzahl der Infizierten bestimmen zu können, wären zusätzlich Antikörpertests notwendig, die aber momentan von keinem Land in ausreichender Anzahl bewältigt werden können.

Die Positivrate der Tests

Etwas aussagekräftiger wird die Reproduktionszahl, wenn man sie zusammen mit der Positivrate der Corona-Tests (das ist die Anzahl der positiv getesteten Personen im Verhältnis zur Gesamtzahl der durchgeführten Tests) betrachtet.

Vereinfacht ausgedrückt ist es so, dass bei einer ähnlich hohen Durchseuchung und einer ähnlichen großen Anzahl von Tests (bezogen auf die Einwohnerzahl) in verschiedenen Ländern auch die Positivrate der Tests auf einem ähnlichen Niveau liegen sollte. Ob das der Fall ist, lässt sich nicht eindeutig bestimmen, weil diese Informationen nicht für alle testenden Länder vorliegen.

Laut einem Bericht des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) vom 16. April 2020 verzeichnen Länder wie Frankreich oder die Niederlande Positivraten von über 20 %, während der Durchschnitt in Luxemburg und Deutschland um 7 % liegt. Aktuell liegt die Positivrate in Deutschland übrigens bei knapp 3,8 %, in Luxemburg schwankt sie um 1 %.

In diesem Denkansatz legen hohe Positivraten nahe, dass die Anzahl der durchgeführten Tests nahe an der jeweiligen Kapazitätsgrenze liegt und deswegen hauptsächlich schwer symptomatische Patienten getestet werden. Eine niedrige Positivrate deutet dementsprechend darauf hin, dass das jeweilige Land über eine genügend hohe Testkapazität verfügt, damit auch eine große Anzahl nicht symptomatischer Personen getestet werden kann.

Die Anzahl der Tests pro Einwohner

Einen weiteren Hinweis auf die Testkapazitäten der einzelnen Länder liefert die Anzahl der durchgeführten Tests pro Einwohner. Der ehemals hochgelobte Spitzenreiter Südkorea mit knapp 1.500 Tests pro 100.000 Einwohner wurde mittlerweile allerdings deutlich von vielen Ländern verdrängt.

In den USA wurden bisher rund 2.200 Tests pro 100.000 Einwohner durchgeführt, in Deutschland waren es rund 3.300, in Italien gut 3.500 und in Luxemburg sogar schon mehr als 10.000 (Quelle: Tagesspiegel und eigene Recherchen).

Umso höher die Anzahl dieser Tests pro Einwohner wird, desto geringer ist das Risiko einer großen Anzahl unerkannt Identifizierter in der Bevölkerung. Eine große Anzahl von Tests kann also sehr stark zur Begrenzung des Infektionsgeschehens beitragen.

Die Fall- und Infektionssterblichkeit

Ein weiterer Rückschluss auf die tatsächliche Situation in einem bestimmten Land ergibt sich aus der Fallsterblichkeit (im englischen CFR für „Case Fatality Rate“). Die sogenannte Fallsterblichkeit ist der prozentuale Anteil der Todesfälle an der Anzahl der bekannten Infizierten. Sie unterscheidet sich von der Infektionssterblichkeit, die den prozentualen Anteil der Todesfälle an der Anzahl der tatsächlich Infizierten angibt. Da aber die tatsächliche Anzahl der Infizierten in der Bevölkerung logischerweise nicht bekannt ist, lässt sich die genaue Infektionssterblichkeit nicht berechnen, sondern nur abschätzen.

Aber mithilfe von zwei Annahmen lässt sich aus der tatsächlichen Anzahl der Todesfälle auf die Zahl der tatsächlich Infizierten schließen. In die Berechnung fließt sowohl die Anzahl der Tage zwischen Infektion und Todesfall ein als auch die vermutete Infektionssterblichkeit.

Aus dieser Berechnung ergibt sich je nach Land eine Durchseuchung im einstelligen Prozentbereich. Die Zahlen stimmen ungefähr mit den Ergebnissen überein, die in einigen aktuellen Studien zur Antikörper-Verbreitung in der Bevölkerung veröffentlicht wurden.

Ein Problem ergibt sich allerdings aus den eher unzuverlässigen Zahlen der offiziellen Todesfälle. Denn diese werden ja nach Land unterschiedlich erfasst. In manchen Ländern werden alle Patienten, die zum Todeszeitpunkt positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet waren, als Corona-Todesfälle erfasst und auch nach Eintritt des Todes noch getestet. In anderen Ländern wurde und wird ein großer Anzahl der Todesfälle nicht getestet und somit auch nicht in der Statistik der Corona-Todesfälle vermerkt.

Kritiker des Lockdowns verweisen gerne darauf, dass nicht bei jedem Toten in der Statistik das Corona-Virus die eigentliche Todesursache sei. Was grundsätzlich korrekt ist und so für jede Virus-Erkrankung gilt, denn die Todesursache bei solchen Erkrankungen ist letztlich immer ein Organversagen. Ob dieses nun tatsächlich ursächlich auf die Virus-Infektion zurückzuführen ist, lässt sich in den allermeisten Fällen kaum zweifelsfrei nachweisen. Aber in jedem Fall müssten aufgrund dieser Theorie die offiziellen Todesfallzahlen zu hoch sein.

Eine andere Grundlage wählte eine Forschergruppe der Universität Berkeley und verfasste eine Studie darüber. Nach dieser Studie taucht nur jeder zweite Corona-Tote überhaupt in den Statistiken auf, weil in sehr vielen Fällen eben überhaupt kein Test durchgeführt wurde. Nach dieser Theorie sind die offiziellen Angaben zu den Todesfallzahlen deutlich zu niedrig.

Wirklich verlässlich belegen lässt sich keiner dieser Denkansätze. Allerdings gibt es mittlerweile Zahlen zur Übersterblichkeit im März und April, die tendenziell eher die Studie der Berkeley-Forscher unterstützen. Die New York Times rechnet in einer ständig aktualisierten Analyse vor, dass in den weltweiten Todesfällen (berechnet von der Johns Hopkins Universität) von derzeit knapp über 344.000 rund 74.000 zusätzliche Todesfälle zwar vermutlich auf eine SARS-CoV-2-Infektion zurückzuführen sind, aber aufgrund fehlender Tests nicht als Covid-19-Todesfälle berücksichtigt wurden (Stand: 24. Mai 2020).

Grundsätzlich ist damit eher davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der mit Covid-19 in Verbindung stehenden Todesfälle oberhalb der offiziellen Zahlen liegt.

Die Herdenimmunität

Von den Gruppierungen, die für eine möglichst schnelle und weitreichende Lockerung der Maßnahmen eintreten, wird auch gerne das Argument gebraucht, dass ein möglichst schnelles Erreichen der Herdenimmunität der Pandemie automatisch ein Ende setzen würde.

Dabei wird allerdings gerne einmal verschwiegen, dass wir von dieser Herdenimmunität noch sehr weit entfernt sind. Je nach Berechnung und Studie werden meistens Werte zwischen 5 und 15 % angesetzt, in Einzelfällen auch einmal etwas mehr.

Ob eine Aussetzung der Eindämmungs-Maßnahmen mit der daraus zwangsläufig resultierenden höheren Sterberate bei den besonders anfälligen Personen eine gute Idee ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mit unseren eigentlich selbstverständlichen ethischen Werten erscheint dieser Weg aber eher nicht vereinbar.

Anmerkung: Zu diesem Thema gibt es einen lesenswerten Aufruf der „Gemeinschaft Sant’Egidio“ mit dem Titel Unsere Zukunft – nicht ohne die alten Menschen!.

Das Ziel für die Zukunft

Die Zielsetzung für die Zukunft in der Corona-Pandemie ist in allen Ländern der Welt dieselbe. Grundsätzlich soll versucht werden, die Eindämmungs-Maßnahmen gerade soweit zu lockern, dass es nicht wieder zu einer explosiven Entwicklung der Neu-Infektionen mit SARS-CoV-2 kommt und trotzdem das „normale Leben“ so gut wie möglich wiederaufgenommen werden kann.

Den meisten Menschen ist glücklicherweise durchaus bewusst, dass das SARS-CoV-2-Virus nicht aus unserem Leben verschwunden ist und dass die Neu-Infektionen jederzeit wieder ansteigen können. Nach den ersten Lockerungen gibt es auch tatsächlich bereits zwei Fälle aus Deutschland, die das Risiko erneuter Ausbrüche belegen können.

  • In einem Restaurant im Landkreis Leer in Deutschland ist es offenbar am 15. Mai in einer geschlossenen Gesellschaft zu einem Ausbruch gekommen. Infolgedessen wurden bereits 18 Personen positiv auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet, insgesamt 118 Personen befinden sich in Quarantäne.
  • Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde in Frankfurt am Main vor rund zwei Wochen haben sich laut dem hessischen Gesundheitsministerium inzwischen mindestens 107 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert.

Die Lockerungen sind natürlich trotzdem notwendig und richtig. Aber diese Beispiele zeigen klar, dass weiterhin ein Risiko erneuter Ausbrüche besteht und dass es deswegen wichtig ist, die Regeln zum Social Distancing weiterhin einzuhalten.

Die Szenarien für Luxemburg

Ich benutze für die Erstellung der Szenarien ein sehr einfaches und nachvollziehbares Modell. Die Basis stellen die durchschnittliche Reproduktionszahl und die durchschnittliche Fallsterblichkeit der letzten 14 Tage dar. Für den 24. Mai 2020 ist die Reproduktionszahl 0,99 und die daraus errechnete Zuwachsrate 18,7718 %, die Fallsterblichkeit beträgt 2,77 %. Außerdem benutze ich die offiziellen Zahlen der luxemburgischen Regierung zur Anzahl der zum Stichtag aktiven Fälle, im Beispiel sind das 115 aktiv Infizierte.

Diese 115 aktiv infizierten Personen werden nicht in die folgende Entwicklung eingerechnet, da sie sich zu diesem Zeitpunkt in Quarantäne oder Behandlung befinden sollten und daher kein Ansteckungsrisiko darstellen. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass sich gleichzeitig eine kleine Anzahl von unerkannten aktiv infizierten Personen in der Bevölkerung befinden, die ein Ansteckungsrisiko darstellen.

Für diese unerkannt infizierten Personen habe ich in drei verschiedenen Szenarien dargestellt, wie sich das Gesamtbild verändert, wenn diese unerkannten Infizierten auf Basis der oben genannten Reproduktionszahl andere Personen anstecken würden. Die Berechnung bezieht sich auf die kommenden zwei Monate, also auf den Zeitraum vom 25. Mai bis zum 24. Juli 2020.

Im ersten Szenario bin ich davon ausgegangen, dass es zusätzlich zu den bekannten Infizierten eine Dunkelziffer von 30 % an unerkannt Infizierten gibt, das entspricht 34 Personen. Im zweiten Szenario sind es 50 % oder 58 Personen, im dritten Szenario 70 % oder 80 Personen.

Aus der Grafik ist ersichtlich, dass die Kurven bei 34 unerkannten aktiven Infizierten recht langsam entwickeln und sich die Zahl der insgesamt aktiven Fälle ständig verringert. Bereits bei 58 unerkannt Infizierten beginnt eine Entwicklung nach oben, bei der allerdings noch gut Gegen-Maßnahmen ergriffen werden können. Aber schon bei 80 unerkannten aktiven Fällen beginnt nach ungefähr 5 Wochen ein rapider Anstieg, der bei zu später Erkennung möglicherweise nur noch schwer abzubremsen wäre.

Wohlgemerkt, diese Zahlen sollen weder eine mögliche Realität aufzeigen noch Angst vor einer möglichen Entwicklung machen. Eine so explosive Entwicklung, dass ein Einbremsen nicht mehr möglich ist, ist nach dem derzeitigen Stand eher unwahrscheinlich.

Aber die Zahlen sollen durchaus aufzeigen, dass wir den Respekt für die Gefährlichkeit dieses Virus keinesfalls verlieren sollten. Die Gefahr eines explosiven Ausbruchs besteht weiterhin. Deswegen ist gerade in Zukunft das Einhalten der Anstands- und Hygieneregeln genauso wichtig, wie die möglichst frühe Erkennung von infizierten Personen durch möglichst umfangreiche Tests.

Andere Modelle

Das von mir oben benutzte Rechenmodell ist sehr einfach, weil es nur mögliche Folgen erklären soll und nicht den Anspruch erhebt, eine mögliche Wirklichkeit abzubilden. Es gibt weitaus komplexere Modelle, die von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft als Grundlage für ihre Strategien genutzt werden.

Auf ein sehr interessantes Modell ist die Zeit in einem aktuellen Interview eingegangen. Interessant deswegen, weil hier über das Modell eines der größten Rückversicherers der Welt, der Swiss Re, gesprochen wird. Gerade große Versicherer sind auf sehr akkurate und genaue Modellierungs-Systeme angewiesen, weil sich Fehler in solchen Modellierungen verheerend auf die Entwicklung einer Versicherungsgesellschaft auswirken können. Allerdings ist es relativ selten, dass über diese Programme öffentlich gesprochen wird.

Einen Überblick über einige der in Luxemburg genutzten Daten finden Sie in einer Veröffentlichung auf benelsen.com. Zur Situation in Deutschland und zur zukünftigen Entwicklung finden sich einige Informationen in einer aktuellen Studie der Max-Planck-Gesellschaft, die hier auch als PDF-Datei herunterladbar ist.

Mehr Information über die Frage, ob ein Lockdown tatsächlich nötig war, finden Sie auch im Artikel War der Lockdown die richtige Entscheidung? In diesem Blog.

Fazit

In vielen Ländern Europas gewinnen die Diskussionen darüber, ob der Lockdown tatsächlich einen so großen Anteil am Abflachen der Infektionskurve gehabt hat und ob er überhaupt nötig war, zunehmend an Schärfe. Eine wachsende Anzahl an Lockdown-Gegnern und Lockerungs-Fanatikern ist auf der Straße und in den sozialen Netzwerken zu hören und zu lesen. Meistens leider mit kaum nachweisbaren Behauptungen anstelle von belastbaren Argumenten und in den meisten Fällen sehr lautstark.

Genaue Aufschlüsselungen der Wirksamkeit der Eindämmungs-Maßnahmen sind nicht verfügbar und werden es vermutlich auch nie sein. Allenfalls der Blick in Länder mit weniger strikten Maßnahmen kann teilweise ein Bild von dem vermitteln, was auch bei uns hätte passieren können.

Sicher und belegbar ist aber, dass gerade in Luxemburg und Deutschland die Situation bisher nicht außer Kontrolle geraten ist. Die Situation ist aufgrund der getroffenen Maßnahmen in beiden Ländern jetzt sogar so gut, dass auch ziemlich weitgehende Lockerungen ohne allzu große Risiken möglich sind. In vielen anderen Ländern werden zwar ebenfalls Lockerungen durchgesetzt, allerdings teilweise mit deutlich höheren Risiken.

Deswegen sollte sich jeder Lockdown-Kritiker vielleicht jetzt einmal überlegen, ob die Lage ohne die strikte Reaktion der Regierungen in Luxemburg und Deutschland jetzt ebenso gut wäre. Und ob nicht möglicherweise genau die Länder, die sich für einen strikten Lockdown entschieden haben, jetzt ihre Wirtschaft viel risikoloser und schneller wieder aufleben lassen und sich dadurch große Wettbewerbsvorteile verschaffen können.

Ob auch mit den jetzt einsetzenden Lockerungen die Situation so gut kontrollierbar bleibt, werden wir in den nächsten drei bis vier Wochen feststellen können. Wir können mit unserem Verhalten selbst dafür sorgen, dass das der Fall sein wird. Dazu müssen wir nur weiterhin ein paar Regeln zum Social Distancing befolgen und das Gekreische der Corona-Verleugner weiterhin so gut wie möglich ignorieren.

Im Gegensatz zur Situation einige Wochen vorher stellt sich das Gesamtbild jedenfalls im Moment viel positiver dar, als das zu erwarten gewesen wäre. Wenn wir alle den Respekt vor dem SARS-CoV-2-Virus behalten und uns alle weiterhin an das Social Distancing halten, dann kann die Situation auch durchaus weiterhin so positiv bleiben und wir können unsere Freiheiten Stück für Stück zurückgewinnen.

In einigen wenigen Wochen werden wir wissen, ob wir es fürs Erste geschafft haben. Und ein paar Wochen mit etwas sozialer Distanz und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werden vermutlich keinen von uns umbringen. Warum also jetzt unnötige Risiken eingehen?

Und vermutlich können wir dann sogar damit leben, dass einige wenige Vollidioten mit aller Macht dafür sorgen möchten, dass die bisherigen Anstrengungen umsonst waren.

Wie denken Sie darüber? Haben Sie Anmerkungen oder andere Ideen zu diesem Thema? Oder sehen Sie es ganz anders? Schreiben Sie es mir in den Kommentaren.

Weiterführende Links

Claus Nehring

Der Autor ist freiberuflicher Autor, Texter und Web-Entwickler mit Sitz in Luxemburg. Er ist diplomierter Informatiker und Statistiker und verfügt über jahrelange Erfahrung in der Visualisierung und Modellierung großer Datenmengen. Er publiziert Artikel zu Themen rund um Gesellschaft, Internet und verschiedene Wissenschaftsgebiete in seinem eigenen Blog und in verschiedenen Foren.

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