CoronaGesellschaft

War der Lockdown die richtige Entscheidung?

Vor einigen Tagen erschien eine Analyse des bisherigen Verlaufs der Corona-Pandemie vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) sowie der Universität Göttingen, die Thema vieler Besprechungen war. Die Studie befasst sich mit der Situation in Deutschland, aufgrund des sehr ähnlichen Verlaufs lassen sich aber auch Rückschlüsse auf die Situation in Luxemburg ziehen.

Aus der Studie lassen sich verschiedene Sichtweisen ableiten. Sie wird deswegen auch für Luxemburg gerne als „Beweis“ dafür präsentiert, dass der Lockdown nicht wirklich nötig gewesen wäre, wenn die Regierung nur frühzeitig genug reagiert hätte.

Deswegen möchte ich in diesem Artikel einmal die Aussagen der Studie in Bezug auf die luxemburgische Realität analysieren und die Folgerungen beschreiben, die sich aus der Studie für Luxemburg ergeben.

Der Hammer und der Tanz

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben fast alle Länder auf eine Strategie zurückgegriffen, die „Der Hammer und der Tanz“ genannt wird. Die Strategie beruht auf einem Artikel auf medium.com des Autors Tomas Pueyo vom 19. März 2020.

Die Idee hinter der Strategie ist recht simpel und einleuchtend. In einer ersten Phase soll das soziale Leben weitgehend eingestellt werden, damit die Ausbreitung der Pandemie soweit wie möglich heruntergebremst werden kann. Diese Phase wird als „Hammer“ bezeichnet und ist zumindest in Luxemburg und Deutschland bereits abgeschlossen.

In der darauffolgenden Phase, in der wir uns jetzt gerade befinden, sollen die Eindämmungs-Maßnehmen Stück für Stück wieder gelockert werden. Nach jeder Lockerung soll eine Analyse des Einflusses dieser Lockerung durchgeführt werden. Aufgrund dieser Analyse kann dann entschieden werden, ob weitere Lockerungen erfolgen können oder ob neue Eindämmungs-Maßnahmen nötig werden. Diese Phase bezeichnet der Autor der Strategie als „Tanz“.

Die Studie

Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und die Universität Göttingen haben nun ein Modell entworfen, mit dessen Hilfe sich erkennen lässt, wie gut die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in den vergangenen Wochen gewirkt haben. Und vor allem lässt sich erkennen, welche Auswirkungen die einzelnen Eindämmungs-Maßnahmen auf den Verlauf der Pandemie hatten.

Grundsätzlich lässt sich auf Basis des Simulationsmodells der Forscher auch der Pandemie-Verlauf der nächsten Wochen vorhersagen. Dieser Teil wird in der Studie ebenso beschrieben wie die Nutzung des Modells für den Verlauf in anderen Ländern. Ich möchte in diesem Artikel allerdings nur auf den Teil der Studie eingehen, mit dessen Hilfe sich die Wirksamkeit der Eindämmungs-Maßnahmen erkennen lässt.

Die Dynamik der ersten Pandemie-Welle

In Deutschland hat es zur Eindämmung drei große Maßnahmen-Pakete gegeben, die in der Studie beleuchtet werden.

  • Am 8. März wurden große Veranstaltungen abgesagt, zu diesem Zeitpunkt gab es 1.040 Infizierte und keinen Todesfall.
  • Am 16. März folgte die Schließung von Bildungseinrichtungen und Geschäften, zu diesem Zeitpunkt gab es 7.272 Infizierte und 17 Todesfälle.
  • Am 22. März trat eine weitreichende Kontaktsperre in Kraft, zu diesem Zeitpunkt gab es 24.873 Infizierte und 94 Todesfälle.

In Luxemburg wurden die Maßnahmen-Pakete recht ähnlich umgesetzt.

  • Am 11. März wurden große Veranstaltungen abgesagt, zu diesem Zeitpunkt gab es 7 Infizierte und keinen Todesfall.
  • Am 15. März folgte die Schließung von Bildungseinrichtungen und Geschäften, zu diesem Zeitpunkt gab es 77 Infizierte und 1 Todesfall.
  • Am 18. März trat mit der Ausrufung des Notstands eine weitreichende Kontaktsperre in Kraft, zu diesem Zeitpunkt gab es 203 Infizierte und 2 Todesfälle.

Sowohl Luxemburg als auch Deutschland haben durch schnelle und durchgreifende Maßnahmen die erste Pandemie-Welle sehr stark abbremsen können und konnten dadurch eine Überlastung der Gesundheits-Systeme bis jetzt vermeiden. Die Neu-Infektionen sind deswegen soweit zurückgegangen, dass erste Lockerungen möglich sind.

Als Vergleich eignet sich beispielsweise Großbritannien, dass sich zum Anfang der Pandemie in einem vergleichbaren Stadium befand, mit strikten Eindämmungs-Maßnahmen allerdings erheblich länger gewartet hat. Die ersten Eindämmungs-Maßnahmen (Schulschließungen und Kontaktsperren) erfolgten erst am 23. März, zu diesem Zeitpunkt gab es bereits 6.726 Infizierte und 336 Todesfälle. Als Resultat dieser verzögerten Reaktion hat Großbritannien die erste Pandemie-Welle bis heute nicht unter Kontrolle bringen können.

In der Grafik lässt sich das Abflachen der Infektionstätigkeit sehr gut sichtbar machen. Während die Kurve sich in Luxemburg und Deutschland stark abflacht, geht die Kurve für Großbritannien nahezu ungebremst weiter nach oben.

Quelle: Eigenes Visualisierungs-Tool auf Basis von Daten der Johns Hopkins University, Stand 20. Mai 2020

Die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen

In der Modellierung des Max-Planck-Instituts werden die oben genannten drei Maßnahmen-Pakete in Bezug auf ihre Wirksamkeit beurteilt. Die Forscher beziffern das wie folgt:

  • Durch die Absage von Veranstaltungen ist die Wachstumsrate der Pandemie von ungefähr 30 auf 12 Prozent abgesunken.
  • Die Schließung von Schulen, Kitas, Unis und Geschäften hat die Wachstumsrate auf ungefähr 2 Prozent gedrückt.
  • Erst die Kontaktbeschränkungen sorgten schließlich für eine Wachstumsrate von weniger als 0 Prozent und damit für einen Rückgang der Pandemie-Welle.

Den größten Erfolg haben also rein rechnerisch die ersten zwei Maßnahmen (Absage von Veranstaltungen und Schließung von Schulen, Kitas und Geschäften) gebracht. Aber diese beiden Schritte alleine hätten nicht ausgereicht, um die Pandemie-Welle zu stoppen. Das gelang erfolgreich erst durch die Kontaktbeschränkungen.

Der tatsächliche Erfolg der Kontaktbeschränkungen wird in den prozentualen Änderungen der Wachstumsrate allerdings nicht komplett deutlich. Denn schon die Schließung von Veranstaltungen, Geschäften und Schulen hat ganz automatisch für eine Reduzierung der Kontakte gesorgt. Zum Zeitpunkt dieser Maßnahmen war die Bevölkerung außerdem bereits ausreichend sensibilisiert, um auch von sich aus bereits auf viele soziale Kontakte zu verzichten.

Letztlich dürfte jede der drei Maßnahmen-Gruppen ungefähr gleich viel zum Erfolg der Eindämmung beigetragen haben.

Die politische und gesellschaftliche Dimension

Aus der Modellierung des Pandemie-Verlaufs ergibt sich ganz automatisch die Frage, ob eine frühere Schließung der Schulen oder eine frühere Absage von Veranstaltungen möglicherweise die Fallzahlen zu Beginn der ersten Pandemie-Welle soweit hätte drücken können, dass ein vollständiger Lockdown gar nicht notwendig geworden wäre.

Aus der Sicht der Wissenschaft lässt sich das recht eindeutig beantworten. Die meisten Epidemiologen und Virologen waren sich nach dem ersten Auftreten des neuen Corona-Virus in Europa ziemlich sicher, dass an weitreichenden Eindämmungs-Maßnahmen kaum ein Weg vorbeiführen würde. Und viele dieser Wissenschaftler haben das auch seit Mitte Februar gesagt, andere haben zu dem Zeitpunkt das Problem eher marginalisiert.

Und genau da lag auch eines der größten Probleme der frühen Pandemie-Phase. Denn bis auf die Wissenschaftler, die sich von Berufs wegen ständig mit der Ausbreitung von Viren und Epidemien beschäftigen, hat zu diesem Zeitpunkt kaum jemanden die potentielle Gefährlichkeit dieses Erregers erkannt.

Deshalb fällt die Antwort aus politischer und gesellschaftlicher Sicht deutlich weniger eindeutig aus. Denn zu Beginn der Pandemie war in der Öffentlichkeit kaum ein Bewusstsein für die potentielle Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 vorhanden, strikte Eindämmungs-Maßnahmen wären daher damals kaum durchsetzbar gewesen.

Sicher lässt sich aus der heutigen Sicht und mit dem heutigen Wissensstand recht einfach und kaum widerlegbar behaupten, dass die Eindämmungs-Maßnahmen viel früher hätten kommen müssen. Aber die Politik lebt nun einmal vom Konsens, und eine breite Basis für strikte Eindämmungs-Maßnahmen wäre zum damaligen Zeitpunkt trotz der schockierenden Berichte aus Italien kaum zu finden gewesen.

Diese politischen und gesellschaftlichen Beharrungskräfte haben eine schnellere Ergreifung von Eindämmungs-Maßnahmen unmöglich gemacht. Aber letztlich wurde in Deutschland und Luxemburg doch ein politischer Konsens gefunden, der gerade noch rechtzeitig strikte und funktionierende Eindämmungs-Maßnahmen ermöglicht hat.

Die Studie zeigt nämlich auch auf, was in Deutschland höchstwahrscheinlich passiert wäre, wenn diese Maßnahmen auch nur eine Woche später ergriffen worden wären. Für diesen Fall geht die Modellierung anstelle der tatsächlichen 7.000 täglichen Neu-Infektionen von deutlich über 30.000 pro Tag aus. In diesem Fall hätte das Gesundheits-System dem Ansturm vermutlich nicht standgehalten und die Entwicklung wäre wahrscheinlich (wie in Italien, Spanien oder Frankreich) nur durch noch härtere Maßnahmen aufzuhalten gewesen.

Die Zahlen lassen sich aufgrund der sehr ähnlichen Verhältnisse auch auf Luxemburg umrechnen, hierzulande wären dann anstelle von den tatsächlichen rund 220 Neu-Infektionen pro Tag um die 1.000 zu erwarten gewesen. Eine derart hohe Anzahl von Neu-Infektionen hätte auch hier trotz aller Vorbereitungen das Gesundheits-System über die Grenzen hinaus belastet und für eine nur schwer abzubremsende Dynamik gesorgt.

Die Phase des Tanzes

Leider treten viele der Gruppen und Personen, die ständig darauf hinweisen, dass die Maßnahmen früher hätten erfolgen sollen, jetzt gleichzeitig für eine möglichst schnelle Lockerung der Maßnahmen ein.

Und übersehen dabei völlig, dass eine zu schnelle Lockerung eine genauso große Gefahr wie eine verzögerte Umsetzung der Eindämmungs-Maßnahmen darstellen kann. Denn die Phase des Tanzes, das Hin und Her zwischen einzelnen Lockerungen und Verschärfungen, ist noch einmal deutlich schwerer zu beherrschen als die erste Phase des Hammers.

Das liegt ganz einfach daran, dass eine erfolgreiche Phase der Lockerungen eine große Geduld voraussetzt. Über diese Geduld verfügen Wissenschaftler durchaus, in Politik und Gesellschaft hingegen fehlt sie meistens. Die Resultate dieser fehlenden Geduld und die Gier nach Lockerungen zeigen sich auf Demonstrationen, in den Äußerungen vieler Politiker (meistens der Opposition) und in den sozialen Netzwerken in fast allen Ländern.

Eine erfolgreiche Eindämmungs-Politik sorgt dafür, dass es nicht zu einer unkontrollierbaren Pandemie-Welle kommt. Leider ruft dass aber in der Öffentlichkeit einen falschen Eindruck hervor. Deswegen werden durch eine erfolgreiche Eindämmung die verantwortlichen Politiker angreifbar. Dazu reicht es aus, auf die doch recht geringen Folgen der ersten Pandemie-Welle hinzuweisen.

Außerdem wird durch die erfolgreiche Eindämmung der Blick auf die Tatsache verstellt, dass das SARS-CoV-2-Virus eben nicht verschwunden ist. Sondern nur in der Bevölkerung versteckt auf seine nächste Chance wartet. Der Berliner Virologe Prof. Christian Drosten hat das in seinem Podcast mit dem Satz „There is no glory in prevention“ auf den Punkt gebracht.

Lockerungen müssen klein und kontrollierbar sein

Um eine erfolgreiche Lockerungs-Politik durchführen zu können, sollte eine bestimmte Lockerung immer nur einen kleinen Bereich umfassen und gründlich kontrolliert werden. Die nächste Lockerung darf erst dann erfolgen, wenn die Resultate der vorherigen klar erfassbar sind.

Genau hier kommt jetzt die mangelnde Geduld ins Spiel. Denn jede Lockerung für einen bestimmten Bereich wird sofort Personen aus anderen Bereichen auf den Plan rufen, die eine solche Lockerung im Sinne der Gerechtigkeit dann auch für ihren Bereich einfordern. Dadurch wird ein enormer Druck auf die Politik aufgebaut, möglichst schnell umfassende Lockerungen durchzuführen. Übrigens kommt dieser Druck nicht nur aus der Wirtschaft, auch viele Politiker versuchen sich mit umfassenden Lockerungswünschen bei ihrer Wählerschaft beliebt zu machen.

Dieser Druck aus verschiedenen Richtungen führt im Moment leider dazu, dass viele Länder (zu denen leider auch Luxemburg und Deutschland zählen) relativ viele Lockerungs-Maßnahmen auf einmal durchführen. Da die Resultate dieser Lockerungen aber leider erst nach einigen Wochen vollständig sichtbar werden, besteht dadurch eine erhebliche Gefahr durch eine weitere und explosiv wachsende Pandemie-Welle.

Die Rolle der Superspreading-Events

Die Gefahr der Auslösung einer weiteren Pandemie-Welle besteht besonders dann, wenn eine zu schnelle Lockerungs-Maßnahme zur Entstehung von Superspreading-Events führt. Dies sind Punkte, an denen sich besonders viele Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen mischen und über einen längeren Zeitraum zusammenbleiben.

Solche klassischen Superspreading-Events sind beispielsweise Cafés, Restaurants, Einkaufszentren, Veranstaltungsorte, Schulen, Universitäten und Kitas. Wenn solche Orte gleichzeitig mit einer allgemeinen Lockerung der Kontaktsperre erneut eröffnet werden, kann das durchaus zur Entstehung neuer und nur sehr schwer entdeckbarer Infektionsketten führen. In diesem Fall reicht eine leichte Fehleinschätzung des Ansteckungsverhaltens des Virus und der Anzahl der aktiv Infizierten in der Bevölkerung aus, damit im Laufe weniger Wochen aufs Neue eine explosive Entwicklung einsetzen kann.

Leider wird dieses hohe Risiko derzeit aufgrund des enormen Drucks auf die politischen Entscheidungsträger sowohl in Luxemburg als auch in Deutschland trotz der Warnungen der Wissenschaft eingegangen. Nicht ohne gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass jetzt die Eigenverantwortung jedes Einzelnen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gefragt sei.

Mehr zu der Gefahr durch diese Superspreading-Events finden Sie auch im Artikel Die zukünftigen Superspreader in diesem Blog.

Fazit

Die oben genannte Studie sollte nicht als Beweis dafür missbraucht werden, dass die Eindämmungs-Maßnahmen in Luxemburg und Deutschland zu spät eingeführt wurde. Sicherlich ist es wahr, dass eine frühere Einführung der Maßnahmen für einen langsameren Verlauf gesorgt und eventuell sogar den kompletten Lockdown erspart hätte.

Ebenso richtig ist aber, dass eine (von vielen Wissenschaftlern geforderte) frühere Durchsetzung dieser Maßnahmen in Politik und Gesellschaft kaum akzeptiert worden wäre. Denn zu diesem Zeitpunkt hat außer den Wissenschaftlern kaum jemand die potentielle Gefahr gesehen (auch nicht die meisten von denen, die die Studie jetzt als „Beweis“ missbrauchen möchten).

Ganz im Gegensatz dazu eignet sich die Studie aber ganz hervorragend als Bespiel für die katastrophalen Folgen, die ein auch nur um eine Woche späterer Entschluss für die Eindämmungs-Maßnahmen gehabt hätte. Zumindest all jenen, die die Augen vor der Situation im Ausland verschließen oder aus politischen Gründen ignorieren, sollte diese Studie die Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen gerade in Luxemburg und Deutschland klarmachen.

Außerdem zeigt die Studie klar, was eine zu schnelle und zu umfangreiche Lockerung der Maßnahmen letztlich für Konsequenzen haben könnte. Dieser Aspekt der Studie sollte gerade die Gruppen interessieren, die sich gerade so lautstark dafür einsetzen, dass das „normale Leben“ möglichst schnell wieder seinen Lauf nehmen kann. Denn falls dieses Experiment der schnellen Lockerungen schiefgehen sollte, werden es diese Gruppen sein, die die Schuld daran tragen.

Aber die Studie zeigt auch etwas sehr Positives. Sie zeigt uns nämlich, dass dieses Experiment durchaus glücken könnte, wenn sich jeder Einzelne an die Abstands- und Hygieneregeln hält und soziale Kontakte auch weiterhin so gut wie möglich einschränkt. Insofern haben die Politiker völlig recht, wenn sie sagen, dass es gerade jetzt auf das Verhalten jedes Einzelnen ankommt.

Wie denken Sie darüber? Haben Sie Anmerkungen oder andere Ideen zu diesem Thema? Oder sehen Sie es ganz anders? Schreiben Sie es mir in den Kommentaren.

Claus Nehring

Der Autor ist freiberuflicher Autor, Texter und Web-Entwickler mit Sitz in Luxemburg. Er ist diplomierter Informatiker und Statistiker und verfügt über jahrelange Erfahrung in der Visualisierung und Modellierung großer Datenmengen. Er publiziert Artikel zu Themen rund um Gesellschaft, Internet und verschiedene Wissenschaftsgebiete in seinem eigenen Blog und in verschiedenen Foren.

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2 Comments

  1. Da machen sich die Forscher es etwas zu einfach. Es fehlen zu viele Parameter und vor allem warum haben denn gerade die letzten, schlussendlich, massivsten Massnahmen nicht zum Erfolg geführt, also fast keine Toten zu bringen. Ein Land wie Luxembourg hat 100 Tote mit einem Durchschnitt von 84 Lebensjahren ( was exakt der Lebenserwartung entspricht) . Wo sind denn in den Todeslisten die anderen Altersgruppen, wenn der Virus so gefährlich, oder gar todbringend ist? Hier wäre doch der Ansatz gewesen etwas sinnvolles zu modellieren. Dazu fehlt aber der notwendige Wissenstand und die notwendige Relevanz und Evidenz. Der Virus ist weder ein Killervirus noch eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Information das das Gesundheitssystem in die Knie gegangen wäre basiert doch lediglich auf Annahmen und Eventualitäten aber in keinem Fall auf Fakten. Das ist ja das Problem bei Modellierungen . Vieles Kann, nichts muss. Es hätte schlimm kommen können und das wird es auch noch, aber nicht in Bezug auf unsere Gesundheit, sondern auf unseren Wohlstand . Dies sollten sich mal alle Wissenschaftler und Weltuntergangsmaler, wie einige Wissenschaftler, bei mir heissen hinter Ihre Ohren schreiben. Der Lockdown war das komplett falsche Mittel und hätte niemals gemacht werden dürfen. Eine Einhaltung der normalen „Knigge“ Distanz und die Hygieneregeln hätten und würden uns das noch kommende spätere Leid ersparen. Alle Modellierer und Wissenschaftler sollten jetzt mal nach Lösungen suchen wie die Wirtschaft und das soziale Leben wieder auf ein normales Level zurückzubringen ist. Und dies Ohne Angst und Schrecken zu verbreiten . Eine 2. Welle wird es nie geben , vor allem für Menschen mit gesunden Immunsystem nicht . Das einhalten einer ganz normalen Hygiene und höflichen Distanz sollte für jeden Grundvorraussetzung sein. Alle die etwas anderes behaupten oder herbeischwören wollen, sollten sich Ihrer Verantwortung bewusst sein oder einfach mal schweigen.

    1. Ich gebe Ihnen insofern recht, dass das SASR-CoV-2-Virus kein Killervirus ist. Die Gefahr liegt eher darin, dass es im Gegensatz zu beispielsweise Influenza-Viren keine (oder eine nur geringe) Hintergrund-Immunität in der Bevölkerung gibt und sich das Virus deswegen explosionsartig verbreiten kann.

      Die eigentliche Gefahr liegt daher in einer möglichen Überlastung der Gesundheits-Systeme bei einer solchen explosionsartigen Ausbreitung. Diese Überlastung wiederum sorgt dann für eine Erhöhung der Sterblichkeit, weil dann auch andere Krankheiten aufgrund fehlender Klinik-Kapazitäten auf einmal tödlich sein können. Dass das passieren kann, lässt sich nur schwerlich wegdiskutieren. Und es hat wenig mit „Weltuntergangsmalerei“ zu tun, die Lage in Ländern wie Italien, Großbritannien, USA usw. dürfte hinreichend Nachweise dafür liefern.

      Ob der Lockdown nun tatsächlich notwendig war, wird sich kaum jemals beweisen lassen. Fakt ist hingegen, dass sich die Situation in den Ländern, die frühzeitig in diesen Lockdown gegangen sind, die Lage heute deutlich positiver darstellt.

      Ich würde einmal annehmen, das auch genau diese Länder dank des schnellen Lockdowns am Ende wirtschaftlich wesentlich besser dastehen werden, als die, die auf strikte Maßnahmen verzichtet haben. Aber auch dies kann natürlich nur die Zukunft weisen.

      Ihre Anmerkung, dass es eine zweite Welle „vor allem für Menschen mit gesunden Immunsystem“ nicht geben würde, finde ich allerdings etwas deplatziert. Weil diese Bemerkung nämlich den Schluss nahelegt, dass diese Menschen eine „quantité négligeable“ im Sinne von „dann müssen die eben sterben“ darstellen würden. Und das lässt sich zumindest mit meinem Sinn für Ethik kaum vereinbaren.

      Bezüglich Ihres letzten Satzes denke ich, das sich Verantwortung gerade auch darin äußert, das man über alle Aspekte offen diskutieren sollte. Zu sagen, dass alle „die etwas anderes behaupten oder herbeischwören wollen ……. einfach mal schweigen sollten“ hat mit meinem Verständnis von einer offenen Diskussion nur wenig zu tun.

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