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Impfstoffe und Medikamente gegen Corona

Weltweit wird fieberhaft nach Impfstoffen gegen das SARS-CoV-2-Virus und nach Medikamenten zur Behandlung der durch das Virus verursachten Covid-19-Erkrankung gesucht. An den Forschungen beteiligen sich Universitäten, Privatunternehmen und Pharmakonzerne. Momentan sind der Weltgesundheitsorganisation WHO 136 Impfstoffkandidaten bekannt, viele Medikamente befinden sich in klinischen Tests.

Impfstoffe

Gerade über die Situation bei der Impfstoff-Entwicklung ist in Europa in den letzten Tagen durch die 300-Millionen-Euro-Beteiligung des deutschen Staats am Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac und durch die gemeinschaftliche Bestellung von bis zu 400 Millionen Impfstoffdosen beim britischen Pharma-Unternehmen AstraZeneca durch die EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden viel in der Presse berichtet worden.

Leider wird in den dazugehörigen Presseartikeln immer wieder über ein relativ schnelle Verfügbarkeit eines Impfstoffes bis zum Ende dieses Jahres spekuliert. Ähnliches gilt für Spekulationen um die baldige Verfügbarkeit eines russischen (beispielsweise hier) und chinesischen (beispielsweise hier) Impfstoffes.

Der zeitliche Aufwand

Leider ist es aber nicht ganz so einfach, denn die Entwicklung von Impfstoffen benötigt viel Zeit. Im Schnitt gehen die Hersteller von der Erforschung bis zur Zulassung von einem Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren aus. Denn die Entwicklung findet in verschiedenen Phasen statt, die sich nur teilweise beschleunigen lassen. Das liegt ganz einfach daran, dass bei einem Impfstoff, der später einmal Millionen von gesunden Menschen verabreicht werden soll, sehr hohe Maßstäbe bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit erfüllt werden müssen.

Deshalb läuft die Impfstoff-Entwicklung in mehreren Phasen ab, die ich in den folgenden Absätzen einmal kurz skizzieren möchte.

Die Screening-Phase

Zunächst einmal beginnt die Impfstoffentwicklung im Labor. Hier durchlaufen die Kandidatensubstanzen (nicht selten einige zehntausende) verschiedene Tests, mit denen ihre Wirksamkeit überprüft wird. Im Allgemeinen bleiben hier von 10.000 Kandidatensubstanzen nur um die 250 übrig, die überhaupt eine hinreichende Wirksamkeit aufweisen.

Alleine diese Phase nimmt bereits sehr viel Zeit in Anspruch, sie lässt sich aber durch die Zusammenarbeit verschiedener Labore und Institute (also durch genügend Manpower) deutlich beschleunigen. Im Falle der Corona-Pandemie sehen wir gerade, dass viele Staaten diese Phase durch die Bereitstellung erheblicher finanzieller Mittel beschleunigen.

Die präklinische Entwicklung

Nachdem in der ersten Phase erfolgversprechende Kandidatensubstanzen identifiziert wurden, wird in dieser zweiten Phase an Versuchstieren die Wirksamkeit der potentiellen Impfstoffe ebenso untersucht wie die Sicherheit und erste Anzeichen für Nebenwirkungen.

Von den oben genannten 250 Kandidatensubstanzen erfüllen im Schnitt um die 5 Wirkstoffe die gestellten Anforderungen, erzielen also im Tierversuch eine genügend hohe Immunogenität bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen.

Im Allgemeinen vergehen bis zum Abschluss dieser zweiten Phase der Impfstoff-Entwicklung bereits mehrere Jahre. Allerdings lässt sich auch dieser Prozess beschleunigen, indem auch hier versucht wird, unter Einsatz großer finanzieller Mittel möglichst viele Kandidatensubstanzen gleichzeitig zu testen.

Trotzdem bleibt der Prozess schon alleine deshalb sehr langwierig, weil es durchaus einige Wochen dauern kann, bis sich die Immunantwort des Organismus (oder die eventuelle Auslösung gefährlicher Nebeneffekte) überhaupt mit einiger Sicherheit überprüfen lässt.

Die klinische Entwicklung

Die klinische Phase der Impfstoff-Entwicklung unterteilt sich in drei Abschnitte. Jeder dieser Abschnitte benötigt relativ viel Zeit, weil die Wirkstoffe in dieser Phase am Menschen getestet werden und jede mögliche Gefahr für die Testpersonen soweit wie möglich ausgeschlossen werden sollte.

Phase 1 der klinischen Entwicklung

In dieser Phase wird der Impfstoff-Kandidat an einer sehr kleinen Gruppe (meistens weniger als 100 Personen) von gesunden Testpersonen getestet. Bei diesen Tests geht es hauptsächlich um die Sicherheit des Wirkstoffes (also dem Ausschluss unerwünschter Nebenwirkungen) und um die Ermittlung der richtigen Dosierung.

Um die Gesundheit der Testpersonen nicht zu gefährden, muss in dieser Phase sehr vorsichtig vorgegangen werden. Deswegen kann diese Phase leicht einmal mehrere Jahre dauern.

Phase 2 der klinischen Entwicklung

Nachdem in der vorherigen Phase so gut wie möglich sichergestellt wurde, dass der Impfstoff-Kandidat die Gesundheit des Patienten nicht gefährdet und unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend ausgeschlossen sind, geht es in dieser Phase hauptsächlich um die Wirksamkeit des Impfstoff-Kandidaten.

Der Impfstoff-Kandidat wird hier in einer größeren Gruppe von freiwilligen Probanden (weniger als 1.000 Personen) getestet. In dieser Phase wird die finale Dosis und die Anzahl der notwendigen Impfungen ebenso ermittelt wie der Grad der ausgelösten Immunogenität und eventuelle seltenere Nebenwirkungen.

Auch in dieser Phase sollte sehr behutsam vorgegangen und sehr genau auf die Gesundheit der Probanden geachtet werden. Deswegen nimmt auch diese Phase leicht einmal mehrere Jahre in Anspruch.

Phase 3 der klinischen Entwicklung

Die wenigen Impfstoff-Kandidaten, die auch in der 2. Phase der klinischen Entwicklung noch vielversprechende Resultate geliefert haben, werden jetzt in einer finalen Phase an mehreren tausend gesunden Freiwilligen getestet. Dabei werden mehrere Punkte untersucht:

  • Schützt der Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion, wird also die Bildung von genügend zum Virus passenden Antikörpern durch das menschliche Immunsystem ausgelöst?
  • Versorgt der Impfstoff Patienten besser als bereits zugelassene und etablierte Verfahren?
  • Gibt es keine Wechselwirkungen mit Impfstoffen und Medikamenten gegen andere Krankheiten, die vom behandelnden Arzt zeitgleich verabreicht werden könnten?
  • Treten eventuell in den vorherigen Phasen nicht erkannte seltenere Nebenwirkungen auf?
  • Weisen verschiedene Herstellungschargen des Impfstoffes auch tatsächlich eine vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit auf?

Alleine diese finale Testphase eines Impfstoffes erstreckt sich normalerweise über einen Zeitraum von vier bis sieben Jahren. Da mit dem fertigen Impfstoff nach seiner Zulassung mehrere Millionen gesunde Menschen geimpft werden sollen und eine Beschleunigung dieser finalen Phase die Sicherheit des Impfstoffes beeinflussen könnte, ist eine Verkürzung nur sehr schwer vorstellbar und wird von Impfstoff-Experten auch entsprechend kritisch beurteilt.

Die Zulassung

Erst nach einem erfolgreichen Abschluss dieser Entwicklungsphasen können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden der verschiedenen Länder eingereicht werden. Wenn diese Daten umfassend genug sind, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen, erfolgt eine Zulassung seitens der Gesundheitsbehörden.

Dieser Prozess dauert normalerweise ungefähr ein Jahr und muss bei den Gesundheitsbehörden jeden Landes einzeln beantragt werden (in der EU ist auch eine Zulassung auf europäischer Ebene möglich). Der Zulassungsbeschluss ließe sich auf politischer Ebene beschleunigen.

Die ständige Überwachung

Auch noch nach der Zulassung müssen Impfstoffe ständig kontrolliert werden, ein Nachlassen ihrer Wirksamkeit und eventuelle später auftretende Nebenwirkungen müssen den Gesundheitsbehörden der jeweiligen Staaten unverzüglich gemeldet werden. Überdies muss jede neue Impfstoff-Charge vor dem Verkauf durch die Behörden des jeweiligen Landes freigegeben werden.

Auch der dafür notwendige Aufwand ließe sich grundsätzlich durch politische Entscheidungen mindern, allerdings wird auch bei einer solchen Beschleunigung letztlich ein geringerer Zeitaufwand durch eine geringere Sicherheit für die Bevölkerung erkauft.

Ansätze der Impfstoff-Entwicklung

Für den Aufbau des Impfschutzes gegen verschiedene Infektionskrankheiten stehen unterschiedliche Impfstoffarten zur Verfügung. Eine (sicherlich unvollständige) Liste finden Sie in den folgenden Absätzen.

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass die verschiedenen Impfstoff-Ansätze hier sehr vereinfacht dargestellt werden. Dieser Artikel richtet sich nicht an Fachleute, sondern an interessierte Leser ohne Basiswissen, er verfolgt weder einen wissenschaftlichen Ansatz noch soll er alle Aspekte der verschiedenen Impfstoff-Varianten abhandeln.

Lebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffe (oder Vektorimpfstoffe) sind Impfstoffe, die geringe Mengen vermehrungsfähiger Krankheitserreger enthalten. Diese Erreger werden soweit abgeschwächt, dass sie die Erkrankung selbst nicht auslösen, das Immunsystem aber trotzdem zur Produktion von Antikörpern anregen.

Der Vorteil von Lebendimpfstoffen liegt darin, dass sie eine natürliche Infektion imitieren und dadurch eine langanhaltende (teilweise sogar lebenslange) Grundimmunisierung verursachen. Allerdings sind Lebendimpfstoffe für immungeschwächte Personen nicht geeignet, da sich bei einer Immunschwäche die Erreger zu stark ausbreiten können. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Impfung ähnliche Beschwerden wie die Krankheit selbst hervorrufen könnte, allerdings geschieht das nur sehr selten. Wenn doch, dann fallen sie meist sehr schwach aus und dauern nur wenige Tage an.

Zu den Lebendimpfstoffen gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Das britische Unternehmen AstraZeneca, mit dem eine Allianz von vier Ländern der EU gerade einen Vertrag über die mögliche Lieferung von bis zu 400 Millionen Dosen eines eventuellen Impfstoffes abgeschlossen hat, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford unter der Bezeichnung AZD1222 einen solchen Lebendimpfstoff. Dieser Impfstoff-Kandidat beruht auf einer abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus vom Schimpansen und enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem auch das Virus SARS-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. AstraZeneca geht nach Unternehmensangaben davon aus, dass im September bekannt sein dürfte, ob dieser Impfstoff tatsächlich wirksam ist (siehe beispielsweise hier im Ärzteblatt).

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe – oder inaktivierte Impfstoffe – enthalten entsprechend ihrer Bezeichnung nur abgetötete Krankheitserreger oder teilweise nur einzelne Bestandteile der Erreger, die sich nicht mehr vermehren können. Trotzdem werden sie vom Körper als Fremdstoffe erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an. Ein Ausbruch der jeweiligen Krankheit ist aufgrund der nicht vermehrungsfähigen Erreger ausgeschlossen.

Im Gegensatz zu den Lebendimpfungen reicht bei einem Totimpfstoff eine einmalige Impfung in den meisten Fällen nicht aus. Um einen langanhaltenden Impfschutz zu gewährleisten, werden Totimpfungen in mehreren Teilimpfungen durchgeführt und gegebenenfalls nach einer bestimmten Zeitspanne aufgefrischt.

Zu den Totimpfstoffen gehören Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Kinderlähmung, Keuchhusten und Tetanus.

Genbasierte Impfstoffe

Gegenüber Totimpfstoff mit Virusproteinen haben genbasierte Impfstoffe den Vorteil, dass die Industrie sie schnell produzieren kann. Das wird nötig sein, denn bei einem Impfstoff gegen Covid-19 geht es darum, Milliarden von Impfdosen weltweit in kürzester Zeit unter die Menschen zu bringen.

Die genbasierten Impfstoffe enthalten genetische Informationen in Form von DNA oder mRNA des Corona-Virus. Einzelteile der Erbinformation von Erregern wird in Nanoteilchen verpackt in Zellen eingeschleust. Sind die Impfstoffe im Körper, sollen sie dort Virusproteine bilden, die für den Menschen ungefährlich sind, aber das Immunsystem zum Aufbau eines Immunschutzes anregen.

Leider ist das bisher aber bloße Theorie, denn bislang ist kein derartiger Impfstoff auf dem Markt, alle diese Impfstoffe befinden sich noch im Stadium der Entwicklung. Verschiedene Unternehmen und Institute forschen daran. Der erste in Deutschland für die erste Phase der klinischen Entwicklung, also für erste Tests am Menschen, zugelassene Impfstoff-Kandidat ist ein solcher mRNA-Impfstoff, er stammt vom Unternehmen BioNTech (in Zusammenarbeit mit dem Pharmariesen Pfizer) und trägt die Bezeichnung BNT162b1.

Neben BioNTech arbeiten zahlreiche weitere Pharmafirmen weltweit an Impfstoffen, beispielsweise das gerade teilweise vom deutschen Staat übernommene Unternehmen CureVac des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp.

Auch hier dürften Ergebnisse über die tatsächliche Wirksamkeit eines der Impfstoff-Kandidaten aber erst frühestens gegen Ende dieses Jahres vorliegen.

Passivimpfung

Ein Sonderfall ist die sogenannte Passivimpfung, bei der direkt Antikörper gegen den Krankheitserreger injiziert werden. Damit handelt es sich hier streng genommen nicht um eine Impfung, da der Körper keine Gedächtniszellen bildet und damit keine langfristige Immunisierung erfolgt.

Die Passivimpfung ist damit eher eine akut-therapeutische Maßnahme, mit der im Fall einer bereits ausgebrochenen Erkrankung eine schnelle Eliminierung der Erreger erreicht werden soll.

Medikamente

Zwar geht die Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 derzeit mit rasanter Geschwindigkeit voran, aber selbst bei positiver Sichtweise ist es mehr als unwahrscheinlich, dass vor der Mitte des nächsten Jahres ein funktionierender und zugelassener Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Denn alle Anstrengungen der Projekte zur Impfstoff-Entwicklung und der Staaten können keine Garantie dafür liefern, dass es irgendwann einen hocheffektiven und sicheren Impfstoff geben wird. An einem Impfstoff gegen HIV wird beispielsweise seit mittlerweile fast 40 Jahren geforscht, ohne das bisher ein Durchbruch erzielt worden wäre.

Deswegen richtet sich die Hoffnung der Forscher immer noch darauf, dass ein bereits existierendes Medikament eventuell zur Behandlung bereits infizierter Menschen geeignet sein könnte. Nach einem bereits existierenden Medikament wird deshalb gesucht , weil die Entwicklung eines neuen Medikaments nicht viel weniger Zeit als die Entwicklung eines funktionierenden Impfstoffes in Anspruch nimmt.

Daher stehen insbesondere Medikamente, die bereits zur Behandlung einer anderen Krankheit zugelassen oder zumindest in fortgeschrittener Entwicklung sind, im Fokus der Forschung. Die meisten dieser Medikamente sind antivirale oder entzündungshemmende Medikamente oder Immunmodulatoren, aber auch Medikamente aus anderen Bereichen werden auf ihre Wirksamkeit gegenüber Covid-19 getestet.

Studien brauchen Zeit

Bereits existierende Medikamente haben den großen Vorteil, dass sie bereits alle klinischen Testphasen durchlaufen haben und die möglichen Nebenwirkungen bekannt sind. Aber natürlich sind auch bei diesen Medikamenten weitere groß angelegte Studien notwendig, um festzustellen, ob sie auch gegen Covid-19 wirken, und wenn ja, in welchem Stadium der Krankheit sie eingesetzt werden können.

Denn die erfolgversprechenden Medikamente stammen aus verschiedenen Arzneimittel-Gruppen und wirken daher auch jeweils anders auf eine Erkrankung ein.

  • Antivirale Medikamente wurden ursprünglich gegen HIV, Ebola, Hepatitis C, SARS oder MERS entwickelt. Sie sollen die Vermehrung des Virus verhindern oder es davon abhalten, in Zellen einzudringen. Auch alte Malariamedikamente fallen in diese Gruppe.
  • Immunmodulatoren verändern die Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems. Diese Medikamente können entweder eine Dämpfung (zur Vermeidung von Überreaktionen) oder eine Erhöhung der natürlichen Immunreaktion zur Folge haben. Sie kommen bisher hauptsächlich bei Rheumapatienten oder gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen zum Einsatz und sollen bei Covid-19 helfen, bei schwerem Lungenbefall die körpereigene Immunabwehr so weit auszubremsen, dass nicht noch mehr Schaden entsteht.
  • Medikamente für Lungenkranke gibt es beispielsweise gegen die idiopathische Lungenfibrose. Diese Medikamente könnten dazu beitragen, dass die Sauerstoffsättigung im Blut durch die durch Covid-19 verursachte Lungenschädigung nicht oder weniger abfällt.
  • Herz-Kreislauf-Medikamente, die beispielsweise gegen Blutgerinnsel oder Herz-Rhythmus-Störungen entwickelt wurden. Sie sollen dabei helfen, Komplikationen durch eine Covid-19-Erkrankung verhindern.

Die verschiedenen Substanzen greifen also an unterschiedlichen Stellen an und sind daher möglicherweise auch in unterschiedlichen Stadien der Infektion wirksam. Was bei frischen Infektionen helfen könnte, stellt sich möglicherweise bei schwer Erkrankten als unwirksam oder sogar nachteilig heraus und umgekehrt.

Daher sind zwar sowohl die Eingriffsmechanismen der Medikamente als auch deren Nebenwirkungen durchaus bekannt. Um allerdings festzustellen, ob und in welchen Situationen ein solches Präparat auch gegen die Covid-19-Erkrankung wirksam ist, sind noch einmal recht umfangreiche klinische Studien notwendig.

Aktuelle Studien

Kleinere Studien, die meistens zuerst als ungeprüfter Preprint veröffentlicht werden und vielfach mit nur wenigen Erkrankten und ohne Kontrollgruppe laufen, können kaum eindeutige Resultate liefern.

Deswegen initiieren und koordinieren die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ebenso wie die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit den nationalen Gesundheitsbehörden der Länder gemeinsame kontrollierte und randomisierte Studien.

Eine solche Studie ist SOLIDARITY, die von der WHO initiiert wurde. Insgesamt nehmen an der Studie über 70 Länder teil, beispielsweise Argentinien, Brasilien, Kanada, Indonesien, Iran, Norwegen, Peru, Schweiz, Spanien, Südafrika, Thailand und Deutschland. Mit der Studie soll herausgefunden werden, welche Medikamente in welcher Dosierung helfen und welche Nebenwirkungen auftreten können.

Geprüft werden verschiedene Behandlungsoptionen:

  1. Grundbehandlung allein
  2. Grundbehandlung + Remdesivir (Antivirales Medikament)
  3. Grundbehandlung + Ritonavir/Lopinavir (HIV-Medikament)
  4. Grundbehandlung + Ritonavir/Lopinavir + Beta-Interferon
  5. Grundbehandlung + Chloroquin bzw. Hydroxychloroquin

Der Studienarm mit Chloroquin bzw. Hydroxychloroquin wurde Ende Mai stillgelegt, nachdem sich die betreffenden Medikamente in anderen Studien als potenziell problematisch für die Covid-19-Behandlung erwiesen hatten.

Parallel dazu läuft die von der französischen Forschungsorganisation INSERM koordinierte europäische Studie DISCOVERY mit sehr ähnlichem Aufbau. Anders als bei SOLIDARITY wird von vornherein kein Chloroquin sondern nur Hydroxychloroquin eingesetzt, das gewählte Beta-Interferon ist Interferon beta-1A.

Eine weitere große Studie unter dem Namen RECOVERY haben Mediziner der Universität Oxford in Großbritannien gestartet. Hier sind die folgenden Studienarme vorgesehen:

  1. Grundbehandlung allein
  2. Grundbehandlung + Ritonavir/Lopinavir
  3. Grundbehandlung + Beta-Interferon
  4. Grundbehandlung + Dexamethason (Cortison-Derivat zur Dämpfung des Immunsystems)
  5. Grundbehandlung + Hydroxychloroquin

Begonnen wurde aber zunächst nur mit den Armen 1, 2 und 4. Auch bei dieser Studie können noch weitere Studienarme ergänzt werden, wenn weitere Medikamente getestet werden sollen. Am 16.06. wurden vorläufige Ergebnisse bekannt gemacht, denen zufolge Dexamethason das Sterberisiko bei Patienten, die Sauerstoff benötigen oder sogar künstlich beatmet werden müssen, senken kann.

Bei Remdesivir handelt es sich um ein antivirales Medikament, das ursprünglich zum Einsatz gegen Ebola- und Marburgvirus-Infektionen entwickelt wurde. Ritonavir wird in Kombination mit Lopinavir gegen Covid-19 erprobt. Beides sind antivirale Medikamente, die zur Therapie von HIV eingesetzt werden. Beta-Interferon (Interferone sind gentechnisch hergestellte Varianten körpereigener Botenstoffe, die die körpereigene Virenabwehr fördern) wird als Basistherapie beispielsweise bei der Behandlung der Multiplen Sklerose eingesetzt, während es sich bei Chloroquin und Hydroxychloroquin um Medikamente zur Therapie von Malaria und rheumatischen Erkrankungen handelt. Das in der britischen Recovery-Studie verwendete Dexamethason ist ein dämpfender Immunmodulator, der als Cortison-Derivat beispielsweise bei entzündlichen Haut- und Gelenk-Erkrankungen eingesetzt wird.

Eine detaillierte Übersicht aller derzeit laufenden Studien und Projekte zu Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 finden Sie übrigens auf der Website des Milken Instituts. Dort sind derzeit 95 Medikamenten- und 52 Impfstoff-Studien mit detaillierten Angaben aufgeführt.

Bisherige Resultate

Remdesivir sorgt seit Beginn der Corona-Pandemie als mögliches Medikament für viel Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu den anderen Medikamenten in den verschiedenen Studien ist es allerdings bisher in keinem Land der Welt als Arzneimittel zugelassen. Zur Behandlung von Corona-Patienten wurde das Remdesivir allerdings in den USA, Japan und Südkorea zur Notfall-Behandlung zugelassen, ein entsprechender Antrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wurde Anfang Juni 2020 gestellt und befindet sich derzeit in der Bewertungsphase.

Im Rahmen von Heilversuchen wurden bereits Covid-19-Patienten mit Remdesivir behandelt. Aus den USA liegen durchaus ermutigende Studienergebnisse vor, allerdings handelt es sich um eine nicht-kontrollierte Studie mit wenigen Patienten, der Nutzen von Remdesivir lässt sich anhand der Ergebnisse derzeit kaum beurteilen.

Chloroquin ist bekannt als Wirkstoff gegen Malaria, wurde aber in den letzten Jahren aufgrund der schwer beherrschbaren Nebenwirkungen kaum noch verordnet. Nachdem Labortests gegen SARS-CoV-2 positiv verlaufen waren, meldeten chinesische Forscher in einer Studie allerdings auch klinische Wirksamkeit bei Covid-19-Patienten. Eine andere klinische Studie aus Shanghai konnte diese Ergebnisse nicht bestätigen und ergab keinen Vorteil einer solchen Behandlung.

Eine Studie des Irving Medical Center in Manhattan, die am 7. Mai im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass Hydroxychloroquin bei Covid-19 Erkrankungen weder schadet noch nützt.

Nach Berichten über ernsthafte Nebenwirkungen und diversen Todesfällen von Patienten bei Studien und nach unkontrollierter Eigenanwendung hat schließlich auch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Mitte Juni die Genehmigung zum Einsatz von Chloroquin bzw. Hydroxychloroquin gegen Covid-19 widerrufen (US-Präsident Donald Trump, erklärter Fan von Chloroquin und anderen alternativen Behandlungsmethoden, wird es mit wenig Freude vernommen haben).

In der britischen Recovery-Studie wird Dexamethason, ein Cortison-Derivat mit bekannter antientzündlicher Wirkung, zur Dämpfung der Immunreaktionen bei Covid-19-Patienten erprobt. Am 16. Juni 2020 machte die Universität Oxford vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie bekannt, nach der Dexamethason das Sterberisiko bei Patienten, die Sauerstoff benötigen oder künstlich beatmet werden müssen, senken kann. Die internationale Presse berichtete sofort, beispielsweise hier im deutschen SPIEGEL.

Mittlerweile wird bereits etwas differenzierter berichtet (beispielsweise hier bei der Deutschen Welle) und darauf hingewiesen, dass es sich um vorveröffentlichte Ergebnisse einer bisher nicht veröffentlichten und kontrollierten klinischen Studie handelt. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse sind allerdings durchaus ermutigend, laut ihnen sank die Sterblichkeit bei beatmeten Covid-19-Patienten durch Dexamethason im Vergleich zur Kontrollgruppe um ein Drittel und bei nicht-beatmeten Patienten um ein Fünftel.

In Großbritannien zählt die Behandlung mit Dexamethason aufgrund dieser Studien-Ergebnisse ab sofort zur Standard-Behandlung von Corona-Patienten, die Sauerstoff benötigen. Ob sich das Medikament allerdings tatsächlich als „Wunderwaffe“ im Kampf gegen die schlimmsten Auswirkungen der Corona-Pandemie entpuppt, werden erst weitergehende zukünftige Studien zeigen können.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters dämpfte ein Beamter des russischen Gesundheitsministeriums, Sergej Avdeev, die Euphorie um Dexamethason wieder etwas. Laut dem Bericht kommt das Medikament in Russland bereits umfangreich zum Einsatz, es sei zwar in einigen Fällen hilfreich, aber es sei kein „Allheilmittel“. Wie der Fernsehsender ARTE berichtet, reagiert auch die deutsche Bundesregierung laut einem Sprecher des Bundes-Gesundheitsministeriums eher verhalten und möchte vor weiteren Schritten zunächst einmal die endgültige Version der Studie überprüfen, sobald diese veröffentlicht wird.

Die großen Herausforderungen der Zukunft

Sobald einmal ein Impfstoff oder ein Medikament gegen Covid-19 auf den Markt kommen wird, stellen sich aber noch andere Herausforderungen. Denn wir reden hier von einer weltweiten Pandemie, von einem eventuellen Mittel gegen SARS-CoV-2 werden Milliarden Einzeldosen gebraucht werden.

Falls es am Ende sogar eine Kombination mehrerer Medikamente sein sollte, die uns gegen Covid-19 helfen kann (was nach einer Analyse der Fachzeitschrift NATURE sehr wahrscheinlich ist) werden dann sogar mehrere Medikamente in Massen hergestellt werden müssen.

Und damit werden wir nach der Entwicklung eines funktionierenden Impfstoffes oder der Entdeckung eines Medikaments vor zwei ganz erheblichen Herausforderungen stehen.

Mammutaufgabe Massenproduktion

Denn zum einen wird dann weltweit und sehr schnell ein noch nie dagewesener Aufbau von hochkomplexen Herstellungsprozessen erfolgen müssen. Denn einige der gegen Covid-19 getesteten Therapien sind neuartig und sehr schwer herzustellen. Dazu kommt noch der für die Produktion benötigte Zeitaufwand und die Verfügbarkeit mancher Chemikalien. Die Herstellung größerer Chargen von Remdesivir beispielsweise dauert 6 bis 8 Monate und manche dafür benötigten Chemikalien (welche das sind, sagt der Hersteller Gilead nicht) sind nur schwer erhältlich.

Und laut Hersteller ist schon die Ausweitung der Produktion für ein bereits in großen Mengen produziertes Medikament wie Hydroxychloroquin sehr problematisch, weil die dafür benötigten Rohstoffe möglicherweise weder in der benötigten Quantität noch in allen Ländern verfügbar sein werden. In der Pharmaindustrie bestehen beispielsweise bereits Bedenken, ob im Zweifelsfall überhaupt genügend Glasfläschchen zur Abfüllung eines eventuellen Impfstoffes verfügbar wären.

Damit könnte alleine schon der Aufbau eines solchen medizinischen Produktionsnetzwerks eine der größten Herausforderungen sein, mit denen die Welt jemals konfrontiert war.

Die politische Komponente

Aber leider ist das nur eine der Herausforderungen, die andere lauert auf der politischen Ebene. Denn ein eventuelles Medikament oder ein zukünftiger Impfstoff wird nicht sofort in großen Mengen zur Verfügung stehen. Das wirft die Frage auf, wer als Erster in Genuss der neuen Behandlungen kommt.

Bei manchen der heutigen Regierungen ist es leider durchaus vorstellbar, dass der Export von Medikamenten oder Impfstoffen solange untersagt bleibt, bis zunächst einmal die jeweilige eigene Bevölkerung geschützt ist. Falls US-Präsident Donald Trump tatsächlich versucht haben sollte, sich die Arbeit des deutschen Hersteller CureVac exklusiv für die USA zu sichern, würde das ein deutliches Schlaglicht auf die geänderte weltpolitische Realität werfen (siehe beispielsweise hier in der WELT).

Die Notwendigkeit der Solidarität

Letztlich muss es darum gehen, dass alle Menschen weltweit mit einem zukünftigen Medikament oder Impfstoff versorgt werden können. Denn nur mit einer weltweiten Verteilung lässt sich diese Pandemie überhaupt unter Kontrolle bekommen. Deswegen geht es in erster Hinsicht nicht einmal um den Gedanken des „Fair Play“ und um eine gerechte Verteilung medizinischer Errungenschaften.

Sondern darum, das wir begreifen müssen, dass hier erstmals nach langer Zeit die ganze Welt von dem gleichen Problem betroffen ist und dass wir dieses Problem auch nur gemeinschaftlich lösen können. Hier steckt im Kern die Notwendigkeit einer globalen Solidarität.

Deswegen ist der Weg der EU hin zu einer weltweiten Krisenreaktion über einen globalen Spendenmarathon mit einer Geberkonferenz zum Einsammeln von Finanzmitteln der einzig richtige Weg. Und deswegen ist und bleibt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) trotz aller Probleme und Schwächen die einzige Organisation, die ein solches weltweites solidarisches Krisen-Programm überwachen und koordinieren sollte (auch wenn Herr Trump die WHO mit lautstarkem Gepoltere zur Ablenkung von seinen eigenen Problemen ständig diskreditieren möchte).

Der Druck der Medien

Leider befinden wir uns derzeit in einer Situation, in der ein großer Teil der Weltbevölkerung sehnsüchtig auf ein Mittel wartet, um die Folgen dieser Pandemie abwenden zu können und endlich wieder ein „normales Leben“ führen zu können.

Das führt dazu, dass ein Teil der wissenschaftlichen Forschung medial verwertet wird, der dem breiten Publikum in „normalen“ Zeiten eher unbekannt bleibt. Wissenschaftliche Studien werden nämlich zunächst einmal vorab veröffentlicht, damit andere Wissenschaftler diese Studien begutachten und kommentieren können. Im Rahmen dieses Prozesses wird die Studie dann weiter verfeinert und eventuelle Fehler werden bereinigt. Am Ende dieses Vorgangs werden die Ergebnisse einer Studie dann von vielen Wissenschaftlern weltweit mitgetragen und die Studie wird endgültig veröffentlicht.

Diese Vor-Veröffentlichung von Studien (der Preprint) erfolgt auf sogenannten Preprint-Servern wie beispielsweise medRxiv.org oder bioRxiv.org, die eigentlich der Diskussion der Wissenschaftler dienen aber über das Internet für jeden Interessierten zugänglich sind.

Momentan führt allerdings der Druck der Öffentlichkeit dazu, dass die Medien und die Politik vielfach neue vorveröffentlichte (und daher ungeprüfte) Studien, die für eine gewisse Wirksamkeit eines bestimmten Präparats sprechen, gerne einmal zur neuen „Wunderwaffe“ hochjubeln und solche Ergebnisse aus ungeprüften Studien als absolute Wahrheit verkaufen. Oder den medienwirksamen Fantasien von Menschen wie dem französischen Professor Raoult (Hydrochloroquin als Wunderwaffe gegen Corona, siehe beispielsweise hier) oder dem deutschen Arzt und Politiker Wolfgang Wodarg (Corona ist nur Panikmache, siehe beispielsweise hier) unangemessenen Raum verschaffen.

Solche Berichte in den Medien entwickeln dann sehr schnell eine gewisse Eigendynamik, weil natürlich kein Pressehaus hinter seinen Konkurrenten zurückstehen möchte und deswegen eiligst eigene Berichte zur neuesten „Sensation“ veröffentlicht. Nachdem dann einmal die wissenschaftliche Prüfung erfolgt ist, stellt sich die Sensation der letzten Woche oftmals als fehlerhaft heraus, und letztlich weiß keiner mehr, was er denn jetzt eigentlich glauben soll.

Daher meine Bitte an Sie: Glauben Sie nicht alles, was über das nächste Wundermittel oder die kurz bevorstehende Impfung gegen das neue Corona-Virus so geschrieben wird. Die meisten dieser Berichte beruhen auf ungeprüften Daten, und viele stellen sich recht schnell als fehlerhaft heraus. Warten Sie also lieber ein paar Wochen ab und verfolgen Sie die Berichte zum Thema, anstelle die neueste „Sensation“ direkt in den sozialen Medien zu posten und damit zu diesem „Hype“ beizutragen.

Fazit

Auch wenn ein Impfstoff oder ein Medikament gegen Covid-19 das ist, was wir uns alle wünschen, wird es doch noch ein langer Weg bis dahin sein. Sicherlich gibt es Anlass zur Hoffnung, weil die Weltgemeinschaft noch nie solche Anstrengungen gegen eine gemeinsame Bedrohung unternommen hat und weil erste vielversprechende Studienergebnisse vorliegen.

Aber all das – und das sollte uns klar sein – ist keine Garantie für einen Erfolg. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Es ist nicht einmal gesagt, dass es überhaupt jemals einen hocheffektiven und sicheren Impfstoff geben wird. Ein Rückblick auf die Impfstoff-Entwicklung zeigt uns neben großen Erfolgen (beispielsweise gegen Masern, Mumps, Röteln, Pocken oder Kinderlähmung) leider auch große Misserfolge (beispielsweise gegen HIV/AIDS, Dengue-Fieber, Tuberkulose, oder Malaria).

Bei den respiratorischen Infektionen, zu denen ja auch das SARS-CoV-2-Virus zählt, haben wir es bisher nur bei der Influenza geschafft, eine mehr oder weniger effektive Impfmöglichkeit zu schaffen. Die Effektivität schwankt von Jahr zu Jahr zwischen 30 und 70 Prozent, und die Impfung muss aufgrund von Mutationen des Influenza-Virus Jahr für Jahr verändert werden. Hocheffektiv ist auch das nicht.

Ähnlich sieht es bei einem eventuellen Medikament gegen Covid-19 aus. Trotz vielversprechender Studienergebnisse ist momentan kaum absehbar, ob wir jemals ein effizientes Medikament haben werden und, wenn ja, wann der Durchbruch kommt. Das kann sehr schnell der Fall sein, aber es kann auch noch sehr lange dauern oder sogar niemals dazu kommen.

Sicherlich werden wir irgendwann in absehbarer Zeit medizinische Mittel und Wege finden, die es uns erlauben werden, besser mit dem SARS-CoV-2-Virus zu leben. Ob irgendwann auch das hocheffektive Mittel kommen wird, dass diese Pandemie beenden kann, steht allerdings in den Sternen.

Deswegen werden wir uns für die nächste Zeit auf ein Leben mit dem Virus einstellen müssen. Es wird auf absehbare Zeit zu unserem Alltag gehören müssen, Abstand voneinander zu halten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und ein paar Hygienemaßnahmen einzuhalten. Und das vermutlich so lange, bis es effektive Behandlungen oder Impfstoffe gibt.

Wie denken Sie darüber? Haben Sie Anmerkungen oder andere Ideen zu diesem Thema? Oder sehen Sie es ganz anders? Schreiben Sie es mir in den Kommentaren.

Claus Nehring

Der Autor ist freiberuflicher Autor, Texter und Web-Entwickler mit Sitz in Luxemburg. Er ist diplomierter Informatiker und Statistiker und verfügt über jahrelange Erfahrung in der Visualisierung und Modellierung großer Datenmengen. Er publiziert Artikel zu Themen rund um Gesellschaft, Internet und verschiedene Wissenschaftsgebiete in seinem eigenen Blog und in verschiedenen Foren.

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