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Corona in Luxemburg – Steht uns ein heißer Herbst bevor?

Wir haben in den letzten Monaten viel über das SARS-CoV-2-Virus gelernt. Vor allem hat sich so langsam die Erkenntnis durchgesetzt, dass Aerosol-Übertragungen eine ziemlich große Rolle im Infektionsgeschehen spielen. Mehr über die Rolle der verschiedenen Übertragungswege für Atemwegs-Viren finden Sie bei Interesse auch im Artikel Die Übertragungswege und ihre Folgen vom 18. Mai 2020 in diesem Blog.

Bei absinkenden Temperaturen zum Herbst und Winter hin wird sich das soziale Leben von den Außenbereichen wieder mehr in die Innenräume verlagern. Dann wird die Aerosol-Übertragung eine immer wichtigere Rolle spielen, deswegen sollten wir uns jetzt ein paar Fragen stellen und ein paar Konsequenzen ziehen.

Eines zumindest scheint nach derzeitigem Stand ziemlich sicher: ein Miteinander wie bisher wird es in diesem Herbst und Winter nicht geben können. Dazu ist, sofern kein Wunder geschieht und sehr schnell ein wirksames Medikament oder ein effektiver Impfstoff gefunden wird, das Infektionsrisiko schlicht zu hoch.

Wir werden uns mit der Situation in Innenräumen, seien es nun öffentliche Gebäude, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeheime, Cafés oder Restaurants, auseinandersetzen und Lösungen finden müssen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (der übrigens so heißt, weil er über Mund UND Nase gehört) und die Suche nach effektiven Möglichkeiten zum Luftaustausch in geschlossenen Räumen können ebenso einen Teil einer Lösung darstellen, wie beispielsweise die Suche nach effektiven Testmöglichkeiten.

Dieser Artikel befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, die uns dabei helfen können, sicher durch den Herbst und Winter zu kommen und zusätzliche Einschränkungen zu vermeiden. Aber zunächst einmal möchte ich in den nächsten Absätzen zu erklären versuchen, warum, zumindest aus meiner Sicht, die derzeitige Situation überhaupt so gefährlich ist und gleichzeitig von vielen Menschen so erheblich unterschätzt wird.

Die Situation ist alles andere als entspannt

Eigentlich sieht die aktuelle Corona-Entwicklung hierzulande doch recht gut aus. Sicher, die Zahl der Neu-Infektionen nimmt gerade wieder explosiv zu. Mittlerweile sind wir in Luxemburg im Wochendurchschnitt wieder bei mehr als 100 Neu-Infektionen pro Tag (obwohl das luxemburgische Gesundheitsministerium die Zahl der positiv getesteten Grenzgänger nach wie vor verschweigt), die Tendenz ist eher steigend. Und nach den Maßstäben des Robert-Koch-Instituts ist wohl durchaus damit zu rechnen, dass Luxemburg von Deutschland demnächst wieder als Risikoland eingestuft wird.

Aber gleichzeitig scheint die Situation unter Kontrolle zu sein, von Zuständen wie im April sind wir weit entfernt. Denn anders als damals herrscht in den Kliniken noch Ruhe. Und auch die Zahl derjenigen, die an (oder mit) Covid-19 verstorben sind, ist seit Monaten eher niedrig.

Aber da stellt sich jetzt zunächst einmal die Frage, ob der Anteil der schweren Erkrankungen und die Sterblichkeit tatsächlich auffällig geringer ist und, wenn ja, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen könnten.

Denn die recht entspannte Situation in den Kliniken liegt vermutlich nicht daran, dass das Virus weniger gefährlich geworden ist, sondern eher an zwei anderen Faktoren. Denn zum einen wurden die Testkapazitäten gegenüber dem ersten Ausbruch im März ganz erheblich ausgebaut, mittlerweile werden durch diese vermehrten Tests auch sehr viele asymptomatische Fälle gefunden. Was wiederum bedeutet, dass der Ausbruch im März erheblich größer war, als sich das aus den vorliegenden Zahlen ergibt und dass dementsprechend der Anteil der schweren Erkrankungen und der Todesfälle wohl niedriger lag, als die Zahlen das glauben machen. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen anderer Länder, in denen die Infektionssterblichkeit auf 0,5 bis 0,8 % geschätzt wird.

Zum anderen, und dieser Punkt ist wichtiger, hat sich die Altersstruktur der infizierten Menschen geändert. Denn in den letzten Wochen sind unter den Neu-Infizierten überdurchschnittlich viele jüngere Menschen, bei denen schwere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung eher selten sind. Das liegt zum einen daran, dass die Risikogruppen sich mittlerweile erheblich besser schützen, zum anderen daran, dass viele Infektionen bei jüngeren Menschen zu Beginn der Pandemie aufgrund fehlender Symptome nicht erkannt wurden. Die Dunkelziffer der unerkannt Infizierten ist also durch die gestiegene Testanzahl geringer geworden.

Zwar ist auch für jüngere Menschen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nicht immer harmlos, viele von Ihnen fühlen sich noch Wochen oder Monate nach der Infektion krank oder sind schon bei kleinsten Alltagsaufgaben völlig erschöpft (siehe beispielsweise hier in der ZEIT). Aber das Risiko, auf der Intensivstation zu landen oder an Covid-19 zu sterben, ist für junge und gesunde Menschen deutlich niedriger. Wenn sich anteilig mehr Jugendliche und junge Erwachsene infizieren – und vieles spricht dafür, dass dies in den vergangenen Wochen passierte – dann sinkt insgesamt der Anteil der Infizierten, die schwer erkranken.

Wenn nun allerdings die Infektionszahlen unter den jüngeren Menschen auch weiterhin deutlich steigen, ist es relativ unwahrscheinlich, dass sich Übertragungen in die Risiko-Gruppen vollkommen verhindern lassen. Diese Entwicklung wird in Luxemburg und Deutschland langsam sichtbar, in Ländern wie Spanien, Frankreich oder den USA ist sie schon deutlicher zu sehen. In manchen Städten in Europa (beispielsweise in Marseille oder München) nimmt mittlerweile auch die Belegung der Kliniken als Folge dieser Entwicklung wieder deutlich zu, die Kliniken in Paris beginnen aufgrund der angespannten Lage gerade mit der Absage nicht unbedingt notwendiger Operationen.

Bizarre Argumente und die Übersterblichkeit

Viele Politiker versuchen die durch die eigenen Versäumnisse entstandenen Covid-19-Todesfälle durch teils recht originelle Argumente zu erklären. Ein ziemlich interessantes hat gerade Schwedens Staats-Epidemiologe Anders Tegnell geliefert. Denn auch, wenn die Zahl der Neu-Infektionen in Schweden gerade recht niedrig ist, so haftet dem Land doch ein erheblicher Makel an. Denn die Corona-Sterberate in Schweden liegt rund zehnmal höher als in Norwegen und Finnland sowie rund fünfmal höher als in Dänemark und Deutschland. In den Monaten der vergleichsweise großen Freiheit hat Schweden eine brutale Welle von Covid-19-Todesfällen durchgemacht, in vielen Pflegeheimen wütete das Virus fast unkontrolliert.

Jetzt erklärte Tegnell in einem Interview mit der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“, dass die milde Grippesaison im vergangenen Jahr zu einem erheblichen Teil die Ursache der vielen Corona-Toten sei. Verkürzt ausgedrückt lautet seine recht zynische Argumentation, dass die Menschen, die von der Grippe verschont wurden, dann eben an Corona sterben. Die Argumentation überzeugt weder dessen Kollegen aus den Nachbarländern Finnland und Norwegen noch internationale Institutionen, also vermutlich außer Herrn Tegnell selbst nur wenige. Ein Bericht darüber findet sich beispielsweise hier im SPIEGEL.

Interessant ist auch die Argumentation des britischen Premierministers Boris Johnson, der den explosiven Anstieg der Fallzahlen in seinem Land in einer Rede vor dem Parlament am 22.09.2020 darauf zurückgeführt hat, dass die Briten (seiner Meinung nach offenbar im Gegensatz zu anderen Nationen) ein sehr freiheitsliebendes Volk seien und deswegen die Regeln nicht so befolgen, wie es nötig wäre (siehe beispielsweise hier). Die britische Opposition und die internationale Presse sehen das ein wenig anders und reden eher davon, dass weder die Kontaktverfolgung noch das Testprogramm der Regierung funktionieren würden.

Eine andere beliebte Linie, für die beispielsweise die Herren Trump und Bolsonaro stehen, ist das schlichte Ignorieren oder konsequente Kleinreden der Gefahr durch das Corona-Virus, die es trotz gut 200.000 Todesfällen in den USA und knapp 140.000 in Brasilien offenbar immer noch nicht gelernt haben. Leider ist dieses Kleinreden der Gefahren auch in den sozialen Netzwerken gerade ausgesprochen beliebt.

Allerdings gibt es einen Fakt, der sich durch alle diese an den Haaren herbeigezogenen Argumente kaum wegdiskutieren lässt, und das ist die Übersterblichkeit. Man mag durchaus die Zahlen der Johns Hopkins University anzweifeln, die momentan (Stand: 24.09.2020) auf über 983.000 durch das SARS-CoV-2-Virus verursachte Todesfälle kommt. Schwieriger wird’s mit dem Ignorieren von Tatsachen allerdings bei der Übersterblichkeit.

Euromomo (European mortality monitoring, das europäische Netzwerk zur Überwachung der Sterblichkeit) kommt für 24 europäische Länder auf rund 80.000 zusätzliche Todesfälle seit Beginn der Pandemie. Die renommierte New York Times wertet laufend die weltweiten Zahlen für 32 Länder aus und kommt auf mehr als 1,2 Millionen überzählige Todesfälle.

Nun müssen natürlich nicht alle diese 1,2 Millionen Menschen zwangsläufig an einer Covid-19-Erkrankung gestorben sein, aber irgendeine Ursache für diese überzähligen Todesfälle sollte es schon geben. Statistisch gesehen ist ein „Ausrutscher“ dieser Größenordnung ohne eine Pandemie-Situation kaum erklärbar, auch nicht mit dem Hinweis auf andere Erkrankungen. Selbst heftige Grippewellen fordern kaum mehr als 500.000 Todesopfer pro Jahr, und eine solche heftige Grippewelle hat es eben nicht gegeben.

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei

Und ein weiterer nicht ganz unwichtiger Punkt kommt noch hinzu. Denn die Corona-Pandemie ist keineswegs vorbei. Die Infektionszahlen weltweit zeigen deutlich, dass sich die Situation eher verschlimmert. Täglich kommen derzeit rund 250.000 Neu-Infektionen pro Tag hinzu, ungefähr 5.000 Menschen versterben täglich mit (wenn auch eventuell nicht alle an) einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus.

Die einzigen damit vergleichbaren Epidemien und Pandemien der letzten 100 Jahre sind die Hong-Kong-Grippe (1968-1970, rund 1 Million Todesfälle) und die Asiatische Grippe (1957-1958, zwischen einer und zwei Millionen Todesfälle), schlimmer getroffen hat die Menschheit nur die Spanische Grippe der Jahre 1918-1920 mit mindestens 27 Millionen Todesfällen.

Und bei jeder dieser Epidemien hat sich am Ende die zweite Welle ist deutlich schlimmer als die erste erwiesen. Wir sollten also eher nicht davon ausgehen, dass wir „bereits über den Berg sind“.

Wir befinden uns derzeit in vielen Ländern weltweit (auch in Luxemburg) am Beginn dieser zweiten Welle, die im Gegensatz zur ersten Welle (dazu unten mehr) aus breiten Bevölkerungsschichten heraus entsteht und deswegen die Gefahr einer sehr dynamischen Ausbreitung mit sich bringt.

Die erste Welle ist in den meisten europäischen Ländern, unter anderem auch in Luxemburg, hauptsächlich durch Reisende eingeschleppt worden, die das SARS-CoV-2-Virus zunächst einmal in ihrer eigenen Altersgruppe verbreitet haben. Darauf folgte eine Ausbreitung in der älteren Bevölkerung (besonders in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen), immer mehr Personen aus Risikogruppen waren betroffen. Das hat zur Überlastung der Kliniksysteme in einigen Ländern geführt und dadurch dafür gesorgt, dass fast alle Länder der Welt sofort mit einschneidenden Maßnahmen gegengesteuert haben.

Diese Maßnahmen haben die exponentielle Ausbreitung verhindert und sorgen bis heute dafür, dass Risikogruppen geschützt werden und sich die Pandemie-Situation beruhigen konnte. Die Länder, die auf solche Maßnahmen verzichtet oder zu spät reagiert haben (allen voran die USA und Brasilien, aber auch Großbritannien), haben bis heute mit der ersten Pandemie-Welle zu kämpfen und weisen erschreckend hohe Todesfall-Zahlen auf.

Die zweite Welle hingegen entsteht gerade aus der breiten Bevölkerung heraus. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen konnte sich das SARS-CoV-2-Virus durch die schnellen Lockerungen der Eindämmungs-Maßnahmen in den Sommermonaten (und durch das Vernachlässigen der Hygiene- und Abstands-Regeln durch einen Teil der Bevölkerung) recht unbemerkt in weiten Teilen der Bevölkerung verbreiten. Und zum anderen hat der trotz aller Warnungen doch recht starke Reiseverkehr während der Sommer-Ferien ein Übriges dazu beigetragen.

Diese Verbreitung des Virus konnte deswegen unbemerkt stattfinden, weil hauptsächlich jüngere Menschen am Infektionsgeschehen beteiligt waren, bei denen eine Erkrankung meist einen milden Verlauf nimmt. Diese Infizierten haben daher in den allermeisten Fällen überhaupt nicht bemerkt, dass sie das Virus in sich tragen, waren aber natürlich trotzdem infektiös. Deswegen sehen wir im Moment in so ziemlich allen Ländern das gleiche Bild, nämlich eine geografisch gleichmäßige Verbreitung der Neu-Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus ohne das Auftreten größerer Cluster.

Das dürfte, sobald es etwas kälter wird und soziale Interaktionen vermehrt in Innenräumen stattfinden, zu breitflächig auftretenden Neu-Infektionen über alle Alterskohorten hinweg führen, von denen dann vermutlich auch Risikogruppen betroffen sein werden. Und deswegen werden wir uns darauf einstellen müssen, dass die zweite Welle eine ganz andere Dynamik haben wird. Inwiefern die Gesundheits-Behörden dann mit der Nachverfolgung überfordert sein werden, bleibt abzuwarten.

Und ebenso abzuwarten bleibt der Einfluss auf die Bettenbelegung in den Kliniken und die Entwicklung der Todesfall-Zahlen. Denn wahrscheinlich wird es auch bei einem starken Anstieg der Neu-Infektionen nicht wieder zu einer so starken Belegung der Intensivbetten wie zu Beginn der Pandemie kommen, weil auch die Kliniken mittlerweile viele Erfahrungen mit der Behandlung von Covid-19-Patienten machen konnten und schwere Verläufe heute vielfach verhindern können.

In einem Interview mit der New York Times geht der französische Arzt Dr. Yazdan Yazdanpanah, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Bichat-Claude Bernard Hospital in Paris, davon aus, dass Ärzte durch die neu gelernten Behandlungstechniken die Zahl der Patienten, die auf die Intensivstation müssen, um 60 Prozent und die Sterblichkeitsrate um 50 Prozent senken können.

Lässt sich eine zweite Welle noch verhindern?

Wir werden eine zweite Welle nicht mehr verhindern können, dazu ist das SARS-CoV-2-Virus mittlerweile zu weit in der Bevölkerung verbreitet. Und bis ein effektiver Impfstoff, wenn denn überhaupt ein solcher gefunden wird, in großer Stückzahl verfügbar ist, wird es wohl mindestens bis Mitte nächsten Jahres dauern. Die Charité in Berlin konnte gerade einige hochwirksame Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus isolieren, die möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft zumindest eine passive Impfung möglich machen könnten (mehr dazu hier in einer Pressemitteilung der Charité).

All das klingt zwar nett und macht auch durchaus Hoffnung. Aber es dürfte nichts daran ändern, dass uns dieses neue Corona-Virus noch bis weit ins neue Jahr hinein beschäftigen wird. Und dass die Situation eher schlechter werden wird, wenn nicht jeder Einzelne von uns etwas auf sein Verhalten achtet und sich an ein paar Regeln hält. Ansonsten erscheint vorhersehbar, dass diese Pandemie ohne neuerliche Einschränkungen kaum beherrschbar bleiben wird.

Gezielte Teststrategien werden immer wichtiger

Wenn wir akzeptieren, dass das SARS-CoV-2-Virus nach wie vor unter uns ist, dann sollten wir uns dringend Gedanken über eine zielführende Teststrategie machen. Denn die derzeit genutzten PCR-Tests sind zwar nach wie vor der „Gold-Standard“ bei der Testung auf das neue Corona-Virus, aber sie bringen doch einige Nachteile mit sich. Bei den sehr genauen laborbasierten PCR-Tests können leicht einmal 24 Stunden bis zum Vorliegen eines Ergebnisses vergehen, die schnelleren (und etwas weniger genauen) Kartuschen-Tests brauchen immer noch um die 5 Stunden. Dazu kommt, das PCR-Tests recht teuer und arbeits- und materialintensiv sind.

PCR-Tests

Zur Erinnerung: PCR-Tests beruhen auf der sogenannten Polymerase-Kettenrektion, bei der das Erbmaterial (RNA) des neuen Corona-Virus isoliert und soweit vermehrt wird, dass sich auch kleinste Virusmengen zuverlässig nachweisen lassen.

Die Probenentnahme erfolgt durch einen Abstrich im hinteren Rachenraum, entweder durch die Nase oder durch den Mund. Die Qualität des Virus-Nachweises hängt dabei zum einen von der korrekten Entnahme dieses Abstrichs ab, und zum anderen davon, ob zum Zeitpunkt der Entnehme überhaupt genug Virenmaterial für einen Nachweis im Rachenraum vorhanden ist.

Antikörper-Tests

Daneben gibt es die sogenannten Antikörpertests, bei denen nicht das Virus selbst, sondern die vom Immunsystem gebildeten Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen werden. Diese Tests eignen sich nicht zum Nachweis einer akuten Infektion, weil Antikörper erst einige Zeit nach einer Infektion im Blut gebildet werden (und manchmal nur in so geringen Mengen, das ein Nachweis kaum möglich ist). Da die meisten am Markt erhältlichen Schnelltests auf genau diesem Verfahren beruhen, sind sie zur Infektionseindämmung kaum geeignet.

Antigen-Tests

Ein echter Game-Changer könnten hingegen Antigen-Tests werden. Diese weisen nicht das Erbgut des SARS-CoV-2-Virus, sondern reagieren auf bestimmte Proteine (Eiweiß-Fragmente) des Virus, die sogenannten Antigene. Dazu werden künstliche Antikörper verwendet, die auf ein diese in einer Probe enthaltenen Antigene reagieren. Solche Antigen-Tests funktionieren mit einer Speichelprobe, die auf einen Teststreifen (ähnlich einem Schwangerschafts-Test) oder auf einen Biosensor gegeben werden und liefern innerhalb von 5 bis 15 Minuten ein Ergebnis.

Allerdings haben Antigen-Schnelltests ein grundlegendes Problem, und das ist die Genauigkeit. Bei wenig Viruslast in der Speichelprobe sind die Ergebnisse der Tests nach einer Studie der Charité in Berlin bisher ziemlich schlecht, umso höher die Viruslast wird, desto besser werden auch die Ergebnisse (mit rund 75 % allerdings immer noch erheblich schlechter als PCR-Tests). Aber da die infizierten Personen mit der höchsten Viruslast im Rachenraum wohl auch die infektiösesten sind, können diese Schnelltests möglicherweise recht bald zumindest hochinfektiöse Personen noch vor dem Betreten eines Raumes identifizieren.

Es gibt bereits einige solcher Antigen-Schnelltests (unter anderem aus Südkorea, China und den USA) auf dem Markt, von denen momentan allerdings aufgrund fehlender Genauigkeit eher abgeraten werden sollte. In Deutschland bemüht sich das Unternehmen Weko Pharma gerade um die Zulassung eines solchen Tests des südkoreanischen Herstellers Biocredit für den Verkauf in deutschen Apotheken. Ohne umfassende Analysen zur Genauigkeit im Vergleich mit PCR-Tests ist ein solcher Schnelltest für den massenhaften Einsatz zur Pandemie-Bekämpfung allerdings kaum geeignet.

Anders könnte es bei einem neuen Testsystem des deutschen Gesundheitstechnologie-Unternehmens Digital Diagnostics AG aussehen. Dessen mit einem hochempfindlichen Biosensor arbeitende Schnelltest Digid Cantisense™ SARS-CoV-2 hat vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der zuständigen Ethikkommission die Genehmigung für eine klinische Erprobung erhalten. In den geplanten Testreihen soll die Zuverlässigkeit des Tests gegenüber PCR-Tests festgestellt werden, Ergebnisse werden im Laufe des Oktobers erwartet.

Die Ergebnisse der klinischen Erprobung dürften auf großes Interesse stoßen, weil hier möglicherweise erstmals ein Testsystem auf den Markt kommen könnte, dass sich für Zugangskontrollen und Schnelltestungen zum Beispiel an Flughäfen, in Kliniken oder auch bei Großveranstaltungen eignen könnte. Und damit ein echter Game Changer sein könnte.

Nach Angaben der luxemburgischen Gesundheitsministerin Paulette Lenert in einer Pressekonferenz vom 24. September 2020 ist der Einsatz von Antigen-Schnelltests auch in Luxemburg geplant, sobald ausreichende Mengen eines zuverlässigen Tests verfügbar sind.

Die richtige Reaktion auf positive Tests

Bei einem positiven Test auf SARS-CoV-2 sollte man differenziert vorgehen. Denn wir wissen inzwischen, dass die infektiöse Phase nur ungefähr eine Woche dauert und dass die ersten zwei Tage dieser Phase vor Symptombeginn liegen.

Wenn also ein Patient erst einige Tage nach Symptombeginn getestet wurde, dann ist eine kurzzeitige Quarantäne dieses Patienten von einigen Tagen vermutlich ausreichend, weil von dem Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit kaum noch eine Ansteckungsgefahr ausgeht. Dafür kommt es in diesem Fall vor allem darauf an, so schnell wie möglich die möglichen Kontakte der infizierten Person festzustellen und mögliche Cluster zu identifizieren, zu denen der Patient möglicherweise gehört, um möglichst alle Mitglieder dieses Quellclusters sofort isolieren und testen zu können.

Anders sieht es bei asymptomatisch positiv getesteten Personen aus. Bei einem positiven PCR-Test sollte eine sofortige Quarantäne folgen, die dann nach einigen Tagen (in Luxemburg hat man sich auf 6 Tage festgelegt) durch einen negativen PCR-Test wieder aufgehoben werden kann. Falls das positive Ergebnis durch einen Antigen-Schnelltest zustande gekommen ist, ist eine sofortige Isolation der betroffenen Person und die zeitnahe Durchführung eines PCR-Tests die Möglichkeit der Wahl.

Ein positiv ausgefallener Antikörper-Test hingegen besagt wenig. Er ist aus statistischer Sicht interessant, wenn es um die Feststellung der Durchseuchung geht. Ansonsten sagt er nur aus, dass die betroffene Person irgendwann in der Vergangenheit einmal mit dem SARS-CoV-2-Virus (oder bei minderwertigen Tests möglicherweise auch mit irgendeinem der Erkältungs-Corona-Viren) in Kontakt gekommen ist. Inwiefern das Vorhandensein von Antikörpern eine Immunität bedeutet und wie lange diese möglicherweise anhält, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschließend sagen.

Luxemburg wird in der gerade beginnenden zweiten Phase der Large-Scale-Tests unter anderem auch serologische Tests zur Bestimmung der Antikörper durchführen, um auf diesem Wege erste Daten zur Durchseuchung in der Bevölkerung zu gewinnen.

Die luxemburgische Teststrategie

Luxemburg setzt zunächst einmal auf die Weiterführung der bisherigen Strategie mit einer möglichst breitflächigen Durchtestung der Bevölkerung und der Grenzgänger mithilfe von PCR-Tests. Personengruppen mit besonders hohem Kontakt mit möglichen Infizierten (beispielsweise im Gesundheitswesen, den Schulen oder im Horesca-Bereich) sollen weiterhin regelmäßig getestet werden. Bis März 2021 sollen so weitere 1,5 Millionen Tests durchgeführt werden.

Dazu kommen, wie bisher schon, die Tests aufgrund einer ärztlichen Verschreibung, die eher Personen mit Symptomen betreffen. Als Neuheit kommen in der zweiten Phase der Large-Scale-Tests noch einmal 1.000 serologische Tests auf Antikörper pro Woche hinzu, mit denen erste Daten zum Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung gesammelt werden sollen.

Alles in allem ist die luxemburgische Test-Strategie auf eine möglichst umfassende Früherkennung von Infizierten ausgerichtet und soll die schnelle Erkennung und Unterbrechung von Infektionsketten ermöglichen. Antigen-Schnelltests (siehe oben) dürften das System noch einmal deutlich verbessern, sobald sie in ausreichender Menge und Zuverlässigkeit erhältlich sind.

Luxemburg hat sich damit für eine Teststrategie entschieden, um die es von den meisten Ländern weltweit beneidet werden dürfte. Der einzige Wermutstropfen ist und bleibt die Kommunikationspolitik des Gesundheitsministeriums, dass die Angaben zu den getesteten Grenzgängern seit dem 26. August 2020 nicht mehr veröffentlicht, obwohl sie (zumindest teilweise) sicherlich am Infektionsgeschehen in Luxemburg beteiligt sind. Mehr dazu finden Sie auch im Artikel Luxemburgs Kommunikationspolitik – Ein Desaster vom 28. August 2020 in diesem Blog.

Und natürlich sieht die Teststrategie momentan auch nur auf dem Papier hervorragend aus. Ob sie auch tatsächlich so gut funktioniert, wird in hohem Maße von einem schnellen und effizienten Kontakt-Tracing abhängen. Wir werden also wohl oder übel die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten müssen, um einigermaßen verlässliche Aussagen treffen zu können.

Deswegen befasst sich der nächste Teil dieses Artikels mit den verbleibenden Möglichkeiten, falls die Teststrategie alleine nicht zur Kontrolle der Pandemie-Situation führt.

Ein zweiter vollständiger Lockdown ist keine Option

Luxemburg’s Premierminister Xavier Bettel hat es gerade in einem Interview mit dem L’essentiel noch einmal betont, und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung dürfte es ähnlich sehen: ein erneuter kompletter Lockdown kommt nicht in Frage. Einmal davon abgesehen, dass ein solcher Lockdown nach Lage der Dinge politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich kaum durchsetzbar wäre, wäre er vermutlich auch gar nicht notwendig.

Denn wir haben mittlerweile vieles über das SASR-CoV-2-Virus, die Übertragungswege und Behandlungsmöglichkeiten gelernt und können deswegen heute erheblich zielgerichteter reagieren, als das zu Beginn der Pandemie der Fall war.

Mittlerweile scheint recht klar zu sein, dass ein Großteil der Ansteckungen wohl im privaten Bereich und auf Feiern und Veranstaltungen vorkommt. Im Prinzip also überall dort, wo die Menschen auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln mehr oder weniger verzichten. Mit dem Absinken der Temperaturen im Herbst und Winter und der damit einhergehenden verstärkten Nutzung von Innenräumen dürfte sich diese Problematik noch einmal verschärfen.

Die Rolle der Schulen bei älteren Kinder und Jugendlichen

Unklar ist die Rolle der älteren Kinder und Jugendlichen in Schulen und Universitäten, die in vielen anderen Ländern durchaus als einer der Treiber der Pandemie betrachtet werden. In Luxemburg hat Bildungsminster Claude Meisch zwar einen Stufenplan zur Schuleröffnung am 15. September vorgestellt, der verschiedene Szenarien für SARS-CoV-2-Infektionen in einer Klasse vorsieht. Allerdings stellt sich das Bildungsministerium nach wie vor auf den Standpunkt, dass Infektionen auf den Transportwegen von und zur Schule nicht vorkämen.

Dem steht die Antwort der luxemburgischen Gesundheitsministerin Paulette Lenert auf eine parlamentarische Anfrage entgegen, in der es heißt, dass in 40 % der über das Kontakt-Tracing gefundenen Infizierten die Infektionsquelle nicht gefunden werden konnte. Das ist als Information nicht übermäßig erstaunlich und deckt sich durchaus mit den Erfahrungen anderer Länder. Aber es entwertet die kategorische Feststellung des Bildungsministeriums doch ein wenig.

Sicher scheint diesbezüglich derzeit nur, dass wir es eben nicht wissen. Es ist klar, dass es ein Infektionsgeschehen bei älteren Kindern und Jugendlichen gibt und es ist ebenso klar, dass von diesen Kindern und Jugendlichen durchaus eine Infektionsgefahr ausgeht. Weniger klar ist, ob Ansteckungen nun im schulischen Bereich, auf den Transportwegen oder im privaten Umfeld stattfinden. Insofern scheinen die kategorischen Aussagen des Bildungsministers und seines Ministeriums zumindest etwas gewagt.

Dazu kommt, dass zu den 3 Szenarien, die das luxemburgische Bildungsministerium zur „Rentrée“ vorgesehen hatte, mittlerweile noch ein viertes, nämlich die sogenannte „partielle Quarantäne“ hinzugekommen ist. Diese Ausnahmegenehmigung sieht vor, dass Lehrer und Schüler unter strengeren Maßnahmen weiterhin in die Schule gehen und die restliche Zeit unter Quarantäne stehen (sowohl das Luxemburger Wort als auch das Tageblatt berichteten). Der Sinn und Zweck dieser Maßnahme scheint den meisten Betroffenen, wie viele Kommentare und Beiträge in den sozialen Netzwerken zeigen, einigermaßen unklar.

Es erscheint im derzeitigen Infektionsgeschehen nicht sehr unwahrscheinlich, dass das Konzept der vollständigen Schulöffnungen, zumindest bei einem (durchaus absehbaren) Anstieg der Neu-Infektionen, wieder infrage gestellt werden muss. Glücklicherweise gibt es nach dem Stufenplan des luxemburgischen Bildungsministeriums die Möglichkeit dazu. Zumindest im Secondaire haben die Schulen die Möglichkeit, zusätzliche Maßnahmen einzuführen. Dazu gehört auch, dass ein Teil der Klassen via Livestream zu Hause unterrichtet werden kann und es so letztlich doch wieder zu einer Klassentrennung in zwei Gruppen kommt.

Die Rolle der privaten Feiern

Die derzeit in Luxemburg gültigen Covid-Gesetze sehen für Versammlungen im privaten Bereich eine Beschränkung von 10 Personen vor. Das ist in dieser Form grundsätzlich zu begrüßen, diese Regeln lassen sich allerdings kaum kontrollieren.

Da eine Verschärfung der Regeln vermutlich von breiten Schichten der Bevölkerung nicht akzeptiert werden würde und eine Kontrolle nur sehr eingeschränkt möglich ist, dürfte eine solche Verschärfung keinen größeren Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben. Stattdessen wäre in diesem Punkt eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne zielführender.

Die Rolle des Horesca-Bereichs

Viele feiernde Menschen in einem schlecht belüfteten Innenraum sind der Albtraum eines jeden Epidemiologen und das Ideal-Szenario für ein über die Atemwege übertragbares Virus. Deswegen wird man in der jetzigen Situation darüber nachdenken müssen, ob man ein solches Szenario zulassen sollte.

Oder ob es möglicherweise eine Alternative sein könnte, die Innenräume von Lokalen, die ausschließlich dem Getränkeausschank dienen, geschlossen zu lassen und stattdessen auf Heizstrahler und Wolldecken auf Terrassen zurückzugreifen. Bei Restaurants könnte man bei dem jetzigen System der Bewirtung in Innenräumen bleiben, aber den Alkoholausschank auf die Mahlzeiten beschränken (wie das in einigen Ländern schon praktiziert wird).

Sicher, für einen Wirt ist das weit entfernt von einer Ideal-Vorstellung. Aber es ist allemal besser als die Alternative, die entweder in einem Verbot des Alkoholausschanks oder in einer Schließung aller Lokale besteht. Die französische Regierung hat das gerade (gegen den Widerstand der lokalen Politik) für Marseille angeordnet, so ganz abwegig ist diese Möglichkeit also offenbar nicht.

Wohlgemerkt, kein Mensch möchte ernsthaft, dass Lokale geschlossen werden und ich trinke ebenso gerne „mai Pättchen an mengem Stammlokal“ wie wir alle. Aber besondere Zeiten erfordern nun einmal leider besondere Mittel. Und wenn sich Teile der Bevölkerung einer vernünftigen Verhalten beständig widersetzen, dann wird sich diese Pandemie ohne solche und ähnliche Maßnahmen kaum unter Kontrolle bringen lassen.

Das Fazit und die Rolle des Einzelnen

Kein Mensch möchte neue Einschränkungen und kein Mensch möchte viele neue Infektionen. Und deswegen möchte ich diesen Artikel mit einem Appell an die Corona-Leugner und -Schönredner und die, die an sie glauben, abschliessen.

Bitte, bitte hört auf, jeden Schwachsinn zu glauben. Ein Virus ist kein wissenschaftliches Phänomen und keine Laune irgendwelcher Leute mit dem Streben nach der Weltherrschaft. Und es soll auch nicht dazu dienen, uns allen mithilfe einer Impfung einen Mikrochip einzusetzen. Es ist nichts anderes als eine Naturkatastrophe, die uns (hoffentlich) nur alle hundert Jahre einmal heimsucht und die wir jetzt hier und heute nun einmal abbekommen haben.

Ein Virus denkt und lebt nicht, man kann mit ihm ebenso wenig diskutieren, wie man das mit einer Überschwemmung, einem Orkan oder einem Erdbeben könnte. Man kann nur mit ihm leben und sich so vernünftig verhalten, dass man ihm so wenig Angriffsfläche wie irgend möglich bietet.

Und an diesem Punkt sind wir alle gefordert. Eine Maske zu tragen, Menschenmassen zu meiden, auf das eine oder andere Küsschen und die eine oder andere Umarmung oder das eine Bierchen zu viel zu verzichten, ist keine Aufgabe für Helden. Sondern etwas, das Menschen wie du und ich ganz einfach so und ohne größere Einschränkungen der persönlichen Freiheit tun können und sollten.

Weil wir ansonsten nämlich von einem Teil der Lösung zu einem Teil des Problems werden. Und das, so hoffe ich zumindest, wollen wir doch wohl alle nicht.

Also, liebe Corona-Leugner und -Schönredner, denkt einmal kurz nach und überlegt euch, was das größere Risiko ist. Die Infektionen und Todesfälle lassen sich kaum noch wegdiskutieren, die sind nachprüfbare Realität. Ihr könnt also entweder mit eurem Verhalten dafür sorgen, dass die Situation immer schlimmer wird. Dann könnt ihr euch beim nächsten Lockdown stolz zurücklehnen und euch sagen „Yes, das waren wir“.

Oder ihr könnt jetzt das Risiko eingehen und an die Naturkatastrophe glauben. Vermutlich werdet ihr nicht davon sterben, wenn ihr mal für ein paar Monate die Polemik (oder die falsch verstandene Oppositionspolitik) auf der Seite lasst und euch an ein paar Regeln haltet. Zu „Sklaven des Systems“ werdet ihr davon wohl nicht gleich werden.

Es mag auch durchaus sein, dass ich völlig falsch liege und die Situation als viel zu gefährlich einschätze. Aber wäre das wirklich so schlimm? Ihr könnt mich dann ja in ein paar Monaten immer noch als Idioten bezeichnen und wieder auf die Straße gehen, um euren Frust rausbrüllen. Viel zu verlieren habt ihr damit nicht, aber dafür eine ganze Menge zu gewinnen.

Das hier soll wohlgemerkt kein Aufruf dazu sein, alle Maßnahmen der jeweiligen Regierungen widerspruchslos hinzunehmen. Diskussion ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Demokratie und darf nicht eingeschränkt werden. Aber es besteht ein Unterschied zwischen Diskussion und schlichter Verweigerung aus Eigeninteresse. Auch auf andere Naturkatastrophen wie ein Erdbeben oder ein Hurrikan würde doch wohl jeder normale Mensch zunächst einmal reagieren und sich (und andere) schützen und erst danach über die Richtigkeit eventueller Maßnahmen diskutieren.

Claus Nehring

Der Autor ist freiberuflicher Autor, Texter und Web-Entwickler mit Sitz in Luxemburg. Er ist diplomierter Informatiker und Statistiker und verfügt über jahrelange Erfahrung in der Visualisierung und Modellierung großer Datenmengen. Er publiziert Artikel zu Themen rund um Gesellschaft, Internet und verschiedene Wissenschaftsgebiete in seinem eigenen Blog und in verschiedenen Foren.

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